Schlauchbootforum

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Hansi 17.11.2013 14:08

Hallo Leute

ich habe immer meinen 120l Kunststofftank an der Strassentankstelle getankt :chapeau: und werde es auch nach wie vor so machen ohne mir großartig den Kopf darüber zu zerbrechen :ka5:

fischersepp 18.11.2013 17:49

Zitat:

Zitat von bf109v7 (Beitrag 313501)
Ich habe bei eingebautem Tank immer geerdet. Autoreifen sind ja leitend (Flugzeugreifen nicht), deshalb ist das bei Autos nicht nötig. Aber ob ein Boot auf einem Anhänger, auf Gummis liegend, noch Erde hat zweifle ich an. Ich würde erden. Meist passiert ja nichts, aber einmal reicht.
Alex

AHA, wieder was dazugelernt.
Du hast also ein Flugzeug als Zugfahrzeug oder?:banane:

LG

bf109v7 19.11.2013 01:29

Zitat:

Zitat von fischersepp (Beitrag 313860)
AHA, wieder was dazugelernt.
Du hast also ein Flugzeug als Zugfahrzeug oder?:banane:

LG

Nein, aber ich hatte ein Flugzeug auf einem Hänger.
http://www.schlauchboot-oline.com/pi...pictureid=1656
Da sind Rollerreifen drauf, deshalb kein Problem mit Erde.
Da ist es in der Luft:
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Alex

D Bayr 08.12.2013 21:00

Hallo zusammen,

bin neu hier, kurze Vorstellung und dann...

... ACHTUNG Anfänger Fragen:

Mein Name ist Thomas, 25 Jahre alt. Wohne in Bayern und fahre wenn dann hauptsächlich an der Donau. Mein neues/gebrauchtes Boot seit gestern ist ein Grand 470 mit einem Honda 50 PS. Schaut erst mal nach Spaß aus, will auch vor Weihnachten noch Probe gefahren werden... :-D

Nun die angekündigten Anfänger-Fragen (alle ernst gemeint):

- Es hat einen rausnehmbaren 25 Liter Kunststofftank. Hab auch die letzten 4 Seiten in diesem Thread gelesen, bin aber immer noch nicht aufgeklärt. Kann ich jetzt mit dem Boot am Auto an die Tanke, den Schlauch in den Tank halten und voll laufen lassen? Ganz normal so wie es jeder machen würde, der sich nicht im Vorfeld den Kopf zerbricht und erst mal alles im Internet recherchiert? ;-)

- Dann sind da auch noch 2 x 10 Liter Kanister die ich gern volltanken würde und gern aus Gewichtsgründen (Bandscheibenvorfall) gleich im Boot neben dem Tank transportieren würde. Laut Gesetz ist das ja wohl nicht so ganz legal oder? Man liest da so viel dazu...

- Leider ist in der Nähe meiner Slipstelle keine Tanke gut zu erreichen so dass ich gern da wo ich losfahre, tanken würde (ca 200 km) entfernt und dann quasi komplett bereit durch fahre zur Slipstelle. Seht ihr da Probleme?
Wie schaut es aus mit Druckentwicklung durch Schütteln durch die Unebenheiten auf der Straße oder im Sommer durch Temperatur im Tank oder den Kanistern? Sollten die ja eigentlich aushalten oder? Sind ja schließlich dafür gebaut?!
Der Tank muss natürlich mit der Lüftungsschraube zu sein sonst läuft ja alles raus wenn es hin und herschwappt oder? Auch im Sommer wenn es heiß ist oder (ich meine NUR beim Transport).

- Und zu guter Letzt (nicht 100% passend hier rein, aber erst mal meine letzte Frage):

Die Batterie steht aktuell unter der Sitzbank neben dem 25 Liter Tank. In der Betriebsanleitung steht dass die Batterie nicht neben/nahe dem Tank sein darf. Das Boot wurde aber meines Wissens vom Hersteller so ausgeliefert. Was geht für eine Gefahr von der Batterie neben dem Tank aus? Sollte ich wirklich das Ding jetzt umbauen deswegen?

Grüße Thomas

Jip 08.12.2013 21:23

Moin Thomas, herzlich Willkommen hier und Glückwunsch zum neuen Boot und immer eine handbreit Wasser unterm Rumpf :)

Zum Tanken an der Tanke zitiere ich mal Jet:


"Betankung von Sportbooten auf Fahrzeuganhängern.

Sportboote dürfen betankt werden wenn...

die Tanks herausnehmbar sind,
die Tanks dem Boot entnommen und auf den Boden gestellt werden,
die Standsicherheit der Tanks gewährleistet ist,
die Tanks ausreichend leitfähig und statisch entladen sind,
die Tanks sofort nach dem Befüllvorgang wieder verschlossen werden,
Boote mit fest eingebauten Tanks dürfen an der Tankstelle nicht betankt werden, wenn sie über keine zugelassene Erdungsvorrichtung verfügen!
"


Soweit das offizielle, ich mache es aber trotzdem, fasse Tank und Zapfpistole vor dem Tanken gleichzeitig an, um ggf. Potentialunterschied auszugleichen, bin bisher nicht in die Luft geflogen.

Wenn Du den Tank heraus nimmst es ja sowieso erlaubt.

Soweit ich weiß darfst Du auch die 2x10 Liter im Boot auf dem Trailer haben, wenn die in ordnungsgemäßen Gefäßen und fest verzurrt sind, so daß sie beim Unfall nicht raus fliegen.

Die Tanks sind recht stabil. Entlüftungsschrauben habe ich bei vollen Tanks normal immer zu. Ist der Tank aber nur noch halb voll, so drehe ich die Schrauben nicht ganz zu, damit sich der Überdruck bei Wärme abbauen kann, dieses wiederum nicht, wenn der Tank im Kofferraum liegt, wegen Gestank. Ist jetzt etwas speziell. Ich habe mal einen halbvollen 12L Tank fest zugedreht abends im Auto liegen lassen, den wollte ich am nächten Tag um 8 Uhr raus holen. Als mir das um kurz vor 10 Uhr dann einfiel, hat die Sonne schon kräftig das Auto aufgeheizt, der Tank war eine KUGEL (!). Nach öffnen des Ventils, war er dann nach ca. 5 min wieder eckig :) Was ich damit sagen will, manchmal ist das eine, manachmal das andere besser.

Meine Batterie ist auch neben dem Tank, allerdings ist die Sitzkste auch nicht ganz Luftdicht. Aber Du hast recht, im ungünstigsten Fall könnte ein Funke (z.B. bei einem losen Batterie Kontakt) ein Gemisch entzünden. Vielleicht kannst Du dafür sorgen, daß da beim Tank genügend durchlüftet wird ?

Während der Fahrt zieht der Motor ja immer Sprit aus dem Tank, wäre das Ventil zu so würde sich der Tank zusammen ziehen, daher besteht eher weniger die Gefahr, daß da Benzindämpfe austreten (das Ventil muss natürlich auf), nur im Stand bei Hitze könnte das ein Problem werden. Bevor du an der Batterie was an oder abklemmst, würde ich die Benzindämpfe gut ablüften lassen.

Monty 08.12.2013 22:14

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Hallo zusammen,

im Blauen hatte ich mal folgendes bezüglich Betanken von Booten an Tankstellen geschrieben:

Da das Thema sehr komplex ist möchte ich, ohne ins Detail zu gehen, nur das wesentliche rüber bringen.

Vorab müsst ihr euch von mal von der gebräuchlichen Auslegung von Begriffen,
Materialien und deren Eigenschaften, im elektrischen Bereich, trennen.

Zum besseren Verständnis vorab einige Begriffsbestimmungen:

Im elektrostatischen Bereich sind Materialien mit einem spez. elektrischen Widerstand von kleiner
als 10 Megaohm . m (10 000 000 Ohm . m) leitfähige Teile. (ableitfähig bis 10 000 000 000 Ohm.m)
Dazu zählen alle Metalle aber auch leitfähig eingestellte Kunststoffe wie z. B. der PKW -Reifen,
Behälter, Schläuche und auch der menschliche Körper.

Elektrostatische Aufladungen sind elektrische Ladungen, die sich durch mechanische Trennung
auf den getrennten Teilen ansammeln oder auf andere leitfähige Gegenständen
oder auch Personen infolge Influenz auftreten.
Die mechanische Trennung kann z.B. erfolgen beim Abheben, Reiben, Zerkleinern und ausschütten
von festen Stoffen; ferner beim Strömen, Ausschütten und versprühen von Flüssigkeiten.
Jeder kennt die Entladung (Funkenflug) an einem geerdeten Punkt (z.B. Treppengeländer, Türklinke)
wenn man zuvor über einen aufladbaren Teppichboden gegangen ist.
Wer kennt nicht die geisterhaften Funken beim Ausziehen eines Pullovers im Dunkeln?
Es sind kleine Blitze, verursacht von derselben Kraft, die auch am sommerlichen Himmel Blitze zucken lassen.
Es ist die älteste bekannte Form der Elektrizität die Elektrostatik.
Ein Teil der elektrischen Ladungträger kann frei von einem Objekt auf ein anderes Übertreten,
wenn sich die Oberflächen berühren.
Das Ausmaß des Ladungsübertritts hängt von verschiedenen Umständen ab.
Wichtig ist z.B. um welche Materialien es sich handelt, ob sie elektrischen Strom leiten
oder isolieren.
Auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit spielen eine Rolle.

Eine gefährliche Aufladung ist eine elektrostatische Aufladung, die bei Entladung innerhalb
einer explostionsfähiger Atmosphäre diese entzünden kann.

Elektrostatisch geerdet sind Gegenstände aus leitfähigen Stoffen, deren Ableitwiderstand gegen Erde
nicht größer als 10 000 000 Ohm ist und mit der gemeinsamen Erde ( Masse) verbunden sind.

Isoliert sind im Allgemeinen Gegenstände aus leitfähigen Stoffen, die nicht (elektrostatisch) geerdet sind.

Aufladbar sind
1. feste Stoffe, deren Oberflächenwiderstand mehr als 10 000 000 000 Ohm beträgt,
2. Flüssigkeiten deren spezifischer Widerstand mehr als 1000 000 000 Ohm .m beträgt,
3. nicht geerdete Gegenstände aus leitfähigen Stoffen.

Nicht aufladbar sind demnach
1. feste und flüssige Stoffe, die die vorgenannten Grenzen der Widerstände unterschritten haben,
2. geerdete Gegenstände aus leitfähigen Stoffen.

Entladung statischer Elektrizität
Bei hinreichend starker Aufladung kann es zu Entladungen (Funkenflug) kommen, die explosionsfähige
Atmosphäre entzünden können.

Zündfähige Entladungen können auftreten
- zwischen einem isolierten oder geerdeten leitfähigen Gegenstand und einem aufgeladenen isolierten leitfähigen Gegenstand,
- zwischen einem isolierten oder geerdeten leitfähigen Gegenstand und einem aufgeladenen nicht leitfähigen Gegenstand.


Zur Praxis:

Beim Betanken von einem PKW an einer Straßentankstelle ist die Gefahr einer Explosion
bedingt
durch Elektrostatik im Allgemeinen ausgeschlossen.
Beim PKW sind alle leitfähigen Teile miteinander geerdet. Kunststoffteile sind größtenteils ableitfähig eingestellt.
Der PKW ist über seine Reifen (elektrostatisch gesehen ableitfähig) gegen Erde geerdet.

Beim Betanken eines Bootes sieht das etwas anders aus.
Das Boot steht auf isolierenden Rollen auf dem Trailer.
Da nicht immer alle leitfähigen Teile miteinander geerdet sind, Kunststoffe z.T. aufladbar sind
kann das gesamte Boot eine Elektrostatische Ladung gegenüber der Erde haben.
Die größte Gefahr einer Aufladung entsteht durch Reibung der Plane, meistens aus hoch aufladbaren Kunststoffen wie PVC usw.
Diese Ladung kann sich dann, über die leitfähigen Teile des Bootes schlagartig, mit einem entsprechenden Funke,
an einem anderen leitfähigen geerdeten Gegenstand (z.B. Zapfpistole ) entladen.
Aus diesem Grund sind die Zapfpistolen mit einem Ableitwiderstand von einem Megaohm mir der Erde verbunden. (sanfte Entladung)

Vor dem Betanken eines Bootes muß daher eine leitende Verbindung mit der Erde hergestellt werden.
Man kann z.B. ein Starterkabel an einem blanken Leitfähigen Punkt der gemeinsamen Bootserde (Anoden vom AB)
mit einem Erder der Tankstelle (falls vorhanden) verbinden.

Im Boot selber müssen alle größeren leitfähigen Teile miteinander verbunden werden.
Das gewährleistet, dass die vorhandene Ladung über das Starterkabel abgeführt werden kann.
Alle relevanten Teile wie Tank, Tankschlauch , Einfüllstutzen usw. sollten elektrostatisch gesehen leitfähig sein. (mindestens ableitfähig)
Die Leitfähigkeit von ableitfähigen Gegenständen kann man auch mit einem Elektrostatikspray verbessern.

Ich hoffe, dass ich mit meinen Erklärungen etwas Licht ins Dunkle gebracht habe.
__________________

D Bayr 08.12.2013 22:32

hmmm.... ähhhh....
also wirklich hell im Dunkeln ist es ehrlich gesagt nicht geworden, obwohl ich mir deinen Beitrag jetzt 3 mal durchgelesen habe.

Ich werde das wohl so handhaben, dass ich in Zukunft an der Tanke aufs Boot klettere, den Tank raus hole, außen tanke und dann wieder rauf hebe. Geht zwar auf den Rücken, aber dann kann ich dieses Thema wohl für mich abhaken.

Scheint wohl die Nummer sicher zu sein....
obwohl ich ja noch nicht von so vielen Booten gehört habe, die an der Tankstelle explodiert sind....

bf109v7 09.12.2013 01:32

Da die meisten hier keine Lust haben auf 100% Sicherheit, hier ein Tip wie man das Schlimmste verhindern kann. (und wie ich es mache). Ich halte die Zapfpistole erst mal an das Boot, bevor ich den Tankdeckel öffne. Falls da ein Funke fliegen sollte, kann es schlimmstenfalls an der Zapfpistole etwas brennen. Nachahmung auf eigene Gefahr.
Alex

Comander 09.12.2013 08:38

Zitat:

Ich werde das wohl so handhaben, dass ich in Zukunft an der Tanke aufs Boot klettere, den Tank raus hole, außen tanke und dann wieder rauf hebe. Geht zwar auf den Rücken, aber dann kann ich dieses Thema wohl für mich abhaken.

Scheint wohl die Nummer sicher zu sein....
obwohl ich ja noch nicht von so vielen Booten gehört habe, die an der Tankstelle explodiert sind....
genauso machst du es, Begründung:wenn was über geht, gehts nicht ins Boot (ich stelle dazu immer den Kanister auf den Sockel der Tanke dann kann ich den nutzbaren Inhalt besser kontrollieren) ,ich knalle auch die Entlüftung nicht so an ,dazu binde ich Baumwollleinen um den Verschluss der eventuelle Benzindämpfe aufsaugt-habe schon erlebt wie ältere Tanks so aufgequollen sind daß die Dichtung nicht mehr hielt und so viele Liter ausgelaufen sind -also Entlüftung heißt auch Entlüftung :smileys5_

trolldich 09.12.2013 11:32

Das Tanken so kompliziert sein kann, hätte ich auch nicht vermutet.
Teufelswerk! Beinahe so gefährlich, wie Strom aus der Stecksdose - auch nur was für Lebensmüde!

PeterSbg 09.12.2013 18:38

Ich sehne mich in die alte Zeit zurück als ich noch getankt habe ohne mir was dabei zu denken.
In Zukunft werde ich auch tanken - ich werde mir halt ein bisschen in die Hose machen. :futschlac

Docrobby 09.12.2013 18:50

........
Teufelswerk! Beinahe so gefährlich, wie Strom aus der Stecksdose - auch nur was für Lebensmüde![/QUOTE]....

:lachen78::lachen78::daumen:

Wasserarbeiter 09.12.2013 19:58

Zitat:

Zitat von trolldich (Beitrag 315263)
...Teufelswerk! Beinahe so gefährlich, wie Strom aus der Stecksdose - auch nur was für Lebensmüde!

Moin,

alles eine Frage der Ausrüstung. An der Tanke unverzichtbar :futschlac
http://rk-immendingen.de/bilder/ruec...chutzanzug.jpg

Comander 09.12.2013 20:09

:futschlac
:lachen78:
:biere::chapeau::cool:

Benni 10.12.2013 18:50


hahahahahahahahahahahahahah :futschlac:lachen78::futschlac
Was bin ich für ein Teufelskerl, hab 47 Jahre tanken überlebt !!!!!!!


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