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Schlauchboot Alles über zerlegbare Schlauchboote mit beweglichem Boden.

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  #1  
Alt 14.10.2019, 09:56
weman weman ist offline
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Frust - neues Grabner Mustang GT unfahrbar?

Hallo Forumskollegen,

habe mir ja im Juli nach meinem Kajütbootverkauf ein zerlegbares Grabner Mustang mit 20PS Honda und Pinnensteuerung gekauft.

Zu Hause vorher mal aufgebaut und alles auf Funktion getestet.

Nun waren wir 2 Wochen in Kroatien auf Urlaub. Boot natürlich dabei.

Voller Freude aufgebaut - Motor angebaut. Slipräder von Grabner natürlich auch dran.

Erstes Problem, die Slipräder sind zu kurz. Motor kann nicht einfach eingehängt werden, sondern muss erst schräg gestellt werden, was die Arbeit für einen Einzelnen sehr erschwert.

Nächstes Problem, wenn man nun endlich Richtung Wasser will - Die Nase knickt ein, weil zu wenig Druck im Boot ist, obwohl die elektrische Pumpe - ebenfalls direkt bei Grabner gekauft - zu früh abschaltet. Handpumpe besorgt, nachgepumpt - nun kann es losgehen.

Boot ist so schwer am Bug ca. 35-40Kg, dass man es alleine kaum heben kann. Habe mir dann ein Seil um die Schultern gelegt und am Bug festgemacht. So ging es dann die ca. 200m zum Strand bzw. der Slippe am Strand. Glücklicherweise nur über Pflaster und nicht über die kleinen Steine am Strand.

Endlich im Wasser, die Slipräder nach oben gesteckt, Motor gestartet und los geht's. Meine Frau wartete noch die erste Testfahrt ab, bevor Sie mitfahren wollte.

Boot steht am Bug ca. 1m aus dem Wasser. Obwohl es zwar 4,5 m lang ist, sind nur gefühlt ca. 1,5m vom Heck im Wasser. Rest steht noch oben. Rückwärts aus der Slippe raus, Boot fährt hin, wo es mag. Vorwärts dann fährt sich das Boot total ungenau. Erst ab ca. 30 km/h kommt die Nase einigermaßen runter und es geht etwas mit dem Lenken. Da kommt aber die kleinste Bewegung an der Pinne so massiv, dass man Angst hat, aus dem Boot zu fliegen.

Der Hafenmeister und der Bootsverleiher am Strand fragen meine Frau, ob ich noch nie Boot gefahren bin. Dabei habe ich schon 9 Jahre hinter mir und hatte noch nie solche Probleme.

Nach dem ich hier einige Runden mit mulmigen Gefühl gedreht hatte, für ich zurück in den Hafen, wo mir die am Kai stehenden eine Leine zuwarfen, weil ich sonst nicht an die Kaimauer gekommen wäre. Meine Frau will unter diesen Umständen nicht mitfahren. Ich habe das Boot gewaschen, Motor gespült und wieder ins Auto gepackt.

Bin am Überlegen, wieder zu verkaufen.

Im Heck war der Motor, Tank mit 12 Liter, Slipräder mit Edelstahlhalterung und Gestell, und ich mit 95Kg.
Motorgewicht und Leistung stimmen mit den Grabner Vorgaben überein.

Nun meine Frage, was ist hier falsch??

Muß ich immer für das Bug einen Ballast dabei haben, wenn ich alleine fahren möchte?

Gruß

Jürgen

Geändert von weman (14.10.2019 um 10:04 Uhr)
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  #2  
Alt 14.10.2019, 11:31
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Jochen59 Jochen59 ist offline
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Hi,
in deinem letzten Satz hast ja schon den Fehler entdeckt.

Du hast einfach viel zu viel Gewicht im Heck.

Vielleicht würde eine Pinnenverlängerung helfen, das dir ermöglicht weiter vorne zu sitzen.

Andere Variante. Slipräder abmontieren und einen kleineren leichteren Motor verwenden. Der Honda hat doch bestimmt fast 60 Kilo.

Gruß
Jochen
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  #3  
Alt 14.10.2019, 11:39
Knox Knox eine LPP Nachricht senden? Knox ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Jochen59 Beitrag anzeigen
Der Honda hat doch bestimmt fast 60 Kilo.
Trocken 46,5 kg als Handstarter...
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  #4  
Alt 14.10.2019, 11:41
Benutzerbild von the_ace
the_ace the_ace ist offline
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Das Boot ist sicher hinten zu schwer und vorne zu leicht...
Das Problem haben diese Boote fast alle.
Gewicht am Heckspiegel ist immer problematisch, selbst bei grossen Ribs.

Hätte die Frau da mal vorne als Ballast reingesetzt. Schätze das wäre deutlich besser gelaufen.
Tank muss bei diesen zerlegbaren Booten auch möglichst nach vorne, gerade wenn man allein fahren möchte.
Besser sind da lösungen mit einem kleinen Steuerstand vorne und Fernbedienung...
__________________
Gruß
Frank



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  #5  
Alt 14.10.2019, 12:29
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Visus1.0 Visus1.0 ist offline
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Anker Kette und Tank ganz vorne in den Bug verstauen, wenn nötig, Benzinleitung verlängern.
Auch das Gebäck in den Bug.

Motor ganz runter stellen, ev. Keilandruckplatten verwenden. Hydrofoil montieren.
__________________



Ich bin jetzt in einem Alter, in dem dir der Körper am nächsten Tag ganz leise ins Ohr flüstert: mach das nie, nie wieder.







Liebe Grüsse
Andreas
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  #6  
Alt 14.10.2019, 12:38
Knox Knox eine LPP Nachricht senden? Knox ist gerade online
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Wie ist das denn mit der Anbauhöhe?
Der Honda ist ja mit einer Um Links zu sehen, bitte registrieren. Somit noch mal 20 mm länger als ein Um Links zu sehen, bitte registrieren.

Vielleicht saß der Motor zu tief?
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  #7  
Alt 14.10.2019, 13:00
weman weman ist offline
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Vielen Dank für eure vielen Antworten und dem Lesen der langen Beschreibung:
Zitat:
Slipräder abmontieren und einen kleineren leichteren Motor verwenden. Der Honda hat doch bestimmt fast 60 Kilo.
der Honda hat 47 Kg - der mit 15 PS hätte genauso viel.

Zitat:
Besser sind da lösungen mit einem kleinen Steuerstand vorne und Fernbedienung...
Steuerstand nimmt wieder Platz im Auto ein, den ich so nicht habe. Einen Anhänger möchte ich nicht extra verwenden, da hätte ich dann auch mein Trailerboot behalten können.

Zitat:
Anker Kette und Tank ganz vorne in den Bug verstauen, wenn nötig, Benzinleitung verlängern.
Auch das Gebäck in den Bug.
Hydrofoil montieren.
habe mir fast sowas gedacht. Tankleitung werde ich verlängern und Hydrofoil wäre auch noch eine Option. Anker und Kette kommen in die Bugstautasche.

Zitat:
Vielleicht saß der Motor zu tief?
Der Motor ist ein Kurzschaft und laut grobem Überprüfen, so weit wie im Handbuch bebildert eingetaucht.

Danke für die vielen Hinweise. habe mir fast schon so etwas gedacht. Hätte mir fast einen Felsen vorne ins Boot gelegt.

Viele Grüße

Jürgen
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  #8  
Alt 14.10.2019, 13:05
ulf_l ulf_l ist offline
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Hallo

Wegen 2cm fährt ein Boot nicht gar so bescheiden. Hier ist der Kollege auch allein unterwegs Um Links zu sehen, bitte registrieren, leider sieht man aber nicht, wie es sich beim Beschleunigen verhält.
War der Motor auch ganz an den Spiegel ran getrimmt ?
An Sonsten einfach mal die bisher schon geschriebenen Ratschläge ausprobieren. Die Grabner haben ja eigentlich schon einen guten Ruf.

Gruß Ulf
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  #9  
Alt 14.10.2019, 13:15
weman weman ist offline
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Zitat:
War der Motor auch ganz an den Spiegel ran getrimmt ?
hab verschiedene Einstellungen probiert. Die Beste Einstellung war ganz am Boot.

Das Boot im Video ist das schmalere mit max 10 PS Motorisierung.

Zitat:
leider sieht man aber nicht, wie es sich beim Beschleunigen verhält.
Beim Beschleunigen war es ganz übel. Hatte Angst vor Windböen oder Wellen, dass ich nach hinten umkippe.

Zitat:
Die Grabner haben ja eigentlich schon einen guten Ruf.
Darum wollte ich auch ein Grabner.

Gruß

Jürgen
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  #10  
Alt 14.10.2019, 17:04
Benutzerbild von Ralles
Ralles Ralles ist offline
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Ich kann mir das gar nicht vorstellen, gut wäre ein Video, habt ihr vielleicht eins gemacht?

Ich hab ein 3,60m kurzes Boot mit 15 PS Yamaha und fahre das auch allein (mit 93 kg).
Wenn ich da Vollgas gebe, geht der Rumpf fast gar nicht aus dem Wasser, es geht durch einen kurzen Gasstoß fast umgehend in Gleitfahrt, dann kann man sehr stark reduzieren und gleitet mit nur etwa 15-20 km/h dahin, max gehts so 35 km/h.
Daher kann ich mir gar nicht vorstellen, dass das Boot mit über 4m schlechter laufen soll.

Ich würde mal mit einem geeichten Manometer prüfen, ob der Druck passt. Ich weiß nicht, wie stark das Grabner auf falschen Druck reagiert, mein e-sea Speedking tuts, vor allem, wenn im Boden zu wenig Luft ist.

Beim Angleiten das Gewicht etwas nach vorn verlagern, sobald es gleitet ists dann wieder wurst.
__________________
Servus aus Oberbayern, Ralf

Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen!
Valentin Ludwig Fey (†)
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  #11  
Alt 14.10.2019, 21:18
v-kiel v-kiel ist offline
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einige von euch werden hier schon auf meine AW, als „alter“ Grabner Profi warten.

Zu deinen Problemen: vorab ist das Einzige, was mich wundert, dass du sagst, dass der Bug so schwer ist. Das ganze Boot hat kaum Gewicht und deshalb irritiert mich diese Aussage ein wenig. Bitte hier noch um nähere Infos. Vielleicht auch wirklich Fotos

Dass die Pumpe den Druck nicht liefert, verstehe ich auch nicht so ganz, ist da kein verstellbarer Manometer drauf? Welche Pumpe genau hast du? Druck musst du mindestens 0,3 bar rein geben.

Alles andere.....unterschreibe ich sofort. Das Boot ist in der Konstellation beinahe unfahrbar.

Die Konstruktion ist wie eine - mit 20 PS motorisierte - Luftmatratze. Du hast keinen Kiel und der Boden eiert jeder Welle nach.

Das war auch der Grund, weshalb ich die Finger vom GT gelassen hab. Ich hab das Mustang OHNE GT! Obgleich auch bei diesem - wesentlich schmäleren Boot - einige „Tuningarbeiten“ bodenverstärkung ec.pp.. notwendig waren, damit es HALBWEGS sicher übers Wasser fährt.

Ich kann dir nur raten, verkaufe es wem, der es so einsetzt, wie Grabner seine Boote baut: Kofferraumboot der Superlative, multiflexibel und am Besten mit einem kleinen Benziner, oder gar e-motor betrieben
__________________
liebe Grüße Stefan

Geändert von v-kiel (14.10.2019 um 21:29 Uhr)
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  #12  
Alt 14.10.2019, 21:28
v-kiel v-kiel ist offline
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Bei mir ist es jetzt so, dass das Teil gar nicht mehr rasch zum Zerlegen geht und am Trailer liegt. Der Boden ist mit Edelstahlrohren fixiért (andere Hersteller machen das seitlich mit Alu in Serie, Grabner klebt 5 Platten mit 9mm Stärke an den Stößen mit Bootshaut zusammen)

Dann ziehen sich die Rohre bei meiner Konstruktion am Ende noch entlang des Spiegels, so wurde das Heck erst stabil genug, um die Motorleistung zu Übertragen. Der Motor bewegte sich so stark, dass ein sinnvolles Trimmen nicht möglich war.

Klar, jetzt läuft das Teil perfekt, aber....ob das der Sinn ist, musst du selbst entscheiden.

Unterm Strich, wirst du mit 20PS am GT OHNE was zu verändern nicht froh. Zudem fehlt dem boot jegliche stabilisierende Konstruktion. Weder ein Kiel (den gibts erst mal gar nicht), noch die Heckkonen sind in der Lage Richtung vorzugeben. Du kannst mit Pinnenverlängerung und Gewichtsverteilung sicher viel machen.....Aber richtig super (wie ein C4, oder Ähnliches) wird des net.

Bei rascher sehr enger Kurvenfahrt, reißt die Führung über die Konen plötzlich ab und es schiebt dich seitlich einfach übers Wasser. Bei meinem Mustang mit erlaubten 10ps max. Motorisierung ist das eine Schrecksekunde, bei dem GT mit 20.....ich möcht es nicht probieren

Achja....und pass auf, dass du keinen Benzin ins Boot bringst, der Kleber ist nicht benzinbeständig! Kommt ja auch bei Paddelbooten kaum vor ;-)
__________________
liebe Grüße Stefan
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  #13  
Alt 14.10.2019, 21:48
v-kiel v-kiel ist offline
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Zitat von ulf_l Beitrag anzeigen
Hallo

Wegen 2cm fährt ein Boot nicht gar so bescheiden. Hier ist der Kollege auch allein unterwegs Um Links zu sehen, bitte registrieren, leider sieht man aber nicht, wie es sich beim Beschleunigen verhält.
War der Motor auch ganz an den Spiegel ran getrimmt ?
An Sonsten einfach mal die bisher schon geschriebenen Ratschläge ausprobieren. Die Grabner haben ja eigentlich schon einen guten Ruf.

Gruß Ulf
Noch eine Info für alle Nicht-Grabner-kenner: das Video zeigt das Mustang (ohne GT) ist nur halb so breit. Der verwendete Motor im Film war ein 6 PSler
__________________
liebe Grüße Stefan
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  #14  
Alt 15.10.2019, 07:12
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Ralles Ralles ist offline
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Das entsetzt mich jetzt ein bissl Stefan, dachte echt, Grabner ha es raus.

Mein Booterl ist auch eins mit luftboden (HD) .. zwar von e-sea verkauft, aber in China aus pvc gebaut und recht günstig im Vergleich zu den Grabner. Leicht ist es fast genauso und fahren tuts eh gut.

Das Grabner seh ich dann eher so als Boot fürn Fluß, eher ohne Motorisierung, aber warum gibt man sowas für 20 PS frei?
__________________
Servus aus Oberbayern, Ralf

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Valentin Ludwig Fey (†)
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  #15  
Alt 15.10.2019, 08:41
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Berny Berny ist offline
Berny
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Das Mustang ist nur bis 10 PS zugelassen, warum wohl?
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【ツ】 I bins, da Berny 【ツ】
Meine Antworten sind auch nur Meinungen, müssen also nicht stimmen

E-Tec - wer keinen hat, weiß nicht, was er versäumt!
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