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  #1  
Alt 03.05.2019, 10:55
Benutzerbild von the_ace
the_ace the_ace ist offline
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Seekarten im Eigenbau für B&G, Lowrance & Simrad

Ich habe mich in den vergangenen Tagen mal mit bathymetrischen Karten befasst, da abseits der Seeschiffahrtsstrassen und Prickenwege das normale Seekartenmaterial schnell an seine Grenzen kommt.

Um sicherer durch die mäandrierenden Priele und über Sandrücken zu navigieren, habe ich mir kurzerhand selbst eine Karte erstellt:

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Sehr schön kann man die Aussenbarren der Seegatten erkennen, wo bei starkem Westwind die See von 20m Tiefe auf 5m flache Bänke drückt und Wellen generiert, die auf offenem Wasser brechen und alles unter sich erschlagen.
Hiermit kann beispielsweise diese Barren sehr einfach erkennen und gezielter umfahren.

Der Helgoländer Felssockel:
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Tiefes Loch vor dem Eidersperrwerk:


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Zusätzlich habe ich Kartenmaterial aus reinen Sat-Bildern erstellt, welche beim Auffinden der Priele ebenfalls helfen und einen guten Vergleich bieten.

Hier ein paar Screenshots vom Material auf dem Plotter:


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Das kartographierte Gebiet umfasst ganze 6472,28 km²!

Ursprünglich dachte ich, dass eine Maschine mit 64GB RAM ausreichend Dimensioniert sei, letztlich habe ich dann auf 112GB und 30 Kerne aufgestockt und habe dann trotzdem 4 sektionen einzeln berechnen lassen und diese dann gestichted. Mit dem Ergebnis bin ich aber absolut zufrieden.
Die fertigen Karten haben ca. 9GB (bei 1m/Pixel Auflösung) oder
rund 50GB (bei 0.5m/Pixel).
Aktuell hängen 2 SD-Karten im Plotter; eine mit Navionics-Karte und eine mit 64GB für die eigenen Karten. Letztere wird jetzt durch eine 128GB-Karte ersetzt, was aber noch getestet werden muss. Nativ werden nur 32GB unterstützt. Da ich aber ausser den Karten noch MP3's, Handbücher und Listen im PDF-Format auf dem Plotter mitführe, kann etwas Platz nicht schaden.
__________________
Gruß
Frank







"Da, wo Süddeutschland und der Balkan ihre natürlichen Grenzen finden, nämlich an der Eider, beginnt die freie Volksrepublik Nordfriesland:
Ein wildes kaum erforschtes Gebiet, dessen Bewohner als blond, blauäugig und verschlagen gelten, als wortkarg und misstrauisch. Sie trotzen seit Jahrtausenden dem Blanken Hans, den Stürmen und mächtigen Fluten, voll heidnischer Kraft. "


Zar 57 Welldeck & Yamaha F150, Sattelite MX182SX
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  #2  
Alt 03.05.2019, 11:07
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saver_g2 saver_g2 ist offline
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Danke für die Interessanten Bilder und Erläuterungen.

Leider hab ich teilw. nur Bahnhof verstanden:

Zitat:
Sehr schön kann man die Aussenbarren der Seegatten erkennen, wo bei starkem Westwind die See von 20m Tiefe auf 5m flache Bänke drückt und Wellen generiert, die auf offenem Wasser brechen und alles unter sich erschlagen.
Hiermit kann beispielsweise diese Barren sehr einfach erkennen und gezielter umfahren.
Kannst du das vielleicht mal auf den Karten markieren, damit ich prüfen kann ob ichs gschnaggelt hab ? Wäre cool

Für welches Gebiet hast du das nun gemacht ? Nordsee ?
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mit besten Grüßen
Dirk
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  #3  
Alt 03.05.2019, 11:28
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the_ace the_ace ist offline
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Die Karte umfasst das Nordfriesische Wattenmeer und Helgoland,
also im Primzip mein "Hausrevier".

Die "Barren" (frz. für Schranke) befinden sich hier:

Click the image to open in full size.

Dort entstehen bei ausreichend Wind unsere gefürchteten Hexenkessel.
5 bft über 3 Tage (wir haben fast immer Westwind) erzeugen dann 2-3m hohe Wellen; das ist Normalzustand. Mit 6-7 bft erreichen die Wellen dann zwischen 3 und 4,5m Höhe.
Bei Wind gegen Strömung (also beim Abebben) werden die Wellen dann zusätzlichg extrem hoch und kurz.

Der Seegang dort kann selbst Cat A - Yachten durchaus gefährlich werden.
Selbst in St.Peter Ording hinter einer riesigen, flachen Bank sieht es dann so aus:

Click the image to open in full size.

Im Sommer ist das Gebiet aber auch häufig sehr ruhig und ist somit ein traumhaftes Revier.
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Gruß
Frank







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Ein wildes kaum erforschtes Gebiet, dessen Bewohner als blond, blauäugig und verschlagen gelten, als wortkarg und misstrauisch. Sie trotzen seit Jahrtausenden dem Blanken Hans, den Stürmen und mächtigen Fluten, voll heidnischer Kraft. "


Zar 57 Welldeck & Yamaha F150, Sattelite MX182SX
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  #4  
Alt 03.05.2019, 12:15
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saver_g2 saver_g2 ist offline
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Danke - das ist quasi genauso wie in der Biscaya bzw vor dem Becken vor Arcachon.

An den Stellen sind die Brecher aber wahrscheinlich noch ne Nummer besser.

Wie hast du diese Sat Bilder gefunden bzw. bekommen ?
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mit besten Grüßen
Dirk
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  #5  
Alt 03.05.2019, 13:18
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the_ace the_ace ist offline
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Problematisch bei uns ist das Brechen der Wellen.
Das ist bei esys.org (Quelle: Um Links zu sehen, bitte registrieren) gut beschieben:
Click the image to open in full size.

Wie es bei einem echten Sturm aussieht kann man nur vermuten, aber lt. Seewetterbericht gibts Wellen von 8m und mehr in der deutschen Bucht; 10m wurden im Jahre 2006 schon gemessen.
Das sind natürlich Maximalwerte und nicht der übliche Seegang, aber 2-3m hat man bei uns ganz schnell mal, dazu gehört wirklich nicht viel.
Hier in der Region liegen weit über 300 Wracks, einige sind bei Flut nur knapp unter der Wasseroberflche:

Click the image to open in full size.

Bei Ebbe hingegen kann man sich die Wracks ansehen.
Der Tidenhub beträgt hier bis zu 3,8m.

Die Satbilder sind von Google Earth, aber man kann auch andere einbinden.
Für den privaten Gebrauch kann man die problemlos nutzen.
Man muss sich hierfür die Tiles für die entsrechenden Zoomstufen herunterladen.
Das geht mit dem freien Tool SASPlanet ganz gut.
Hier stehen auch andere Karten zur Verfügung.

Die Tiefendaten sind vom BSH und "offen"; habe ich von einem Bekannten bekommen.
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Gruß
Frank







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Zar 57 Welldeck & Yamaha F150, Sattelite MX182SX

Geändert von the_ace (03.05.2019 um 13:30 Uhr)
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  #6  
Alt 03.05.2019, 17:54
ulf_l ulf_l ist offline
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Hallo

Das ist mal echt Klasse. Danke für die Bilder. Wie viel Fahrzeit und Nacharbeit stecken denn in den Karten ?

Gruß Ulf
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  #7  
Alt 03.05.2019, 22:10
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Ralf Ralf ist offline
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Frank echt
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