Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kreuzfahrtschiff mit Eisberg kollidiert.
XJoachimX
23.11.2007, 16:18
Das hab ich gerade eben zufällig gefunden.
Kaum zu glauben, in der heutigen Zeit.
Hier der Link
http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2968603,00.html
Ciaoo Joachim
Erich der Wikinger
23.11.2007, 16:43
Eine Kreuzfahrt mit einem kleineren Kahn ist ein Erlebnis, welches ich selber schon kostengünstig mit einer ital. Reederei (das ist kein Witz) 2 x erleben durfte.
Das ist ja nicht das erste mal dass so ein Kahn mit einem Eisberg kollidiert ist.
Persönlich wäre für mich eine solche Fahrt ins Eis das allerletzte. Wenn ich schlechtes Wetter will, dann gehe ich im Winter mit dem Schlauchi raus.
:lachen78: :lachen78: :lachen78: :lachen78:
Das ist viel billiger und nicht so gefährlich.
Gruß Erich
Hmmm ... anscheinend hat die Eisklasse dieses alten finnischen Schiffes doch nicht ausgereicht ... bei der Begegnung mit Eisschollen oder Eisbergen.
Gut das alle Passagiere und Besatzungsmitglieder wohlauf sind und sich bereits auf anderen Schiffen aqnscheinend auch Kreuzfahrer in der Antarktis befinden.
Ich staune sehr darüber, zu welchen risikoreichen Unternehmen heute der Abenteuer-Tourismus führt.:cognemur:
Gebaut fürs Eis
Die "Explorer"
Das Kreuzfahrtschiff "MV Explorer" wurde für Expeditionen im rauen Polarmeer konstruiert. Sein Rumpf ist zum Schutz vor Eis mit einer extra gehärteten Hülle versehen. Gebaut wurde es 1969 in Finnland. Seither soll die "MV Explorer" mehr als 150 Reisen in die Antarktis unternommen haben.
Das 75 Meter lange Kreuzfahrtschiff unter liberianischer Flagge .........
Quelle NTV (http://www.n-tv.de/883620.html)
------------------------------------------------------------
bzw hier :
Die MV Explorer ist das älteste und bekannteste Expeditionskreuzfahrtschiff. Gebaut wurde sie im Auftrag von Lars-Eric Lindblad und die Schiffstaufe war bereits am 14. Dezember 1969 in Finnland. Als erstes Kreuzfahrtschiff überhaupt durchquerte sie die so genannte Nordwestpassage zwischen Alaska und Russland im Jahre 1984. Die Explorer ist mit Zodiac Schlauchbooten mit geringem Tiefgang ausgerüstet. Sie ha eine hohe Eisklasse und ist für die Fahrt im Packeis geeignet. Im Jahr 1989 half die MV Explorer selbst bei einer Rettungsaktion vor dem Anvers Island in der Antarktis bei einem auf Felsen aufgelaufenen argentinischen Versorgungsschiff. Von ihren Fans wird die MV Explorer „The Little Red Ship“ genannt.
Technische Daten
Länge: 75m
Breite: 14.02m
Tiefgang: 4.48m
Bruttoregistertonnen: 2398 BRT
Reichweite: 5,300 nautische Meilen
Maschinen: 3,800 PS Diesel
Reisegeschwindigkeit: 11 Knoten
Besatzung: 53
Passagiere: 108
Hilfsboote: 4 Motorrettungsboote, Kapazität 96 Personen; 3 Rettungsboote, Kapazität je 20 Personen
Erbaut: 1969, Nystad, Finland
Schiffsregister: Monrovia, Liberia
Quelle Kreuzfahrtenpool (http://www.kreuzfahrten-pool.de/mv-explorer-havariert.html)
Ich sage nur, mit Schlauch währe das nicht passiert.:futschlac :futschlac
FAR FAR AWAY
23.11.2007, 18:30
Ich sage nur, mit Schlauch währe das nicht passiert.:futschlac :futschlac
...etwa ein 75 Meter RIB ??? :lachen78:
da hätte denn jeder seine Luxuskoje :ka5:
Hier ein paar Fotos:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,26734,00.html
und der Bericht:
http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,519322,00.html
Hallo Freunde,
die Bilder zeigen hier ein starkes Rückwärtsfahren des Havaristen.
Kann mir jemand das erklären?
Hallo Dieter,
nehme an, dass der Kapitän damit eine Krängung erreichen wollte - er fährt ja auch zudem eine Kurve. Vielleicht war der Riss relativ nahe an der Wasserlinie und er wollte eine Wirkung ähnlich unseren Lenzöffnung erzielen.
Aber ich kann natürlich auch nur spekulieren.
Hallo Dieter,
nehme an, dass der Kapitän damit eine Krängung erreichen wollte - er fährt ja auch zudem eine Kurve. Vielleicht war der Riss relativ nahe an der Wasserlinie und er wollte eine Wirkung ähnlich unseren Lenzöffnung erzielen.
Aber ich kann natürlich auch nur spekulieren.
Hmmmm da müsste er ja wohl seeehr schnell sein.
Na ich nehme an, dass der Skipper gemerkt hat das nichts mehr zu retten ist und sich noch von den Rettungsbooten entfernen wollte, damit diese durch den Schwall den der endgültige Untergang erzeugt nicht gefährdet werden.
Ausserdem wollte er wohl von dem UW-Hindernis weg, was immer das war.
Wie auch immer immerhin hat er sowviel Courage besessen als LETZTER von Bord zu gehen - heute durchaus nicht üblich:chapeau: :chapeau:
Hallo Roland,
hatte ich anfangs auch gedacht, aber die Boote sind motorisiert. Ein Hindernis ist auf den Bildern auch nicht mehr zu sehen. Aber genaues wird man wohl erst später erfahren.
Respekt habe ich aber auch vor diesem Kapitän. Wenn so ein Schiff plötzlich absauft sind die Überlebenschancen sicherlich gering.
style0410
24.11.2007, 11:49
NEWS
Die Kollision war auch nicht mit einem Eisberg, sonder ein russisches Atom U-Boot.
:schlaumei Kommt in 10 Jahren ans Licht
Hallo Roland,
hatte ich anfangs auch gedacht, aber die Boote sind motorisiert. Ein Hindernis ist auf den Bildern auch nicht mehr zu sehen. Aber genaues wird man wohl erst später erfahren.
Respekt habe ich aber auch vor diesem Kapitän. Wenn so ein Schiff plötzlich absauft sind die Überlebenschancen sicherlich gering.
Hi TOM
Na ja sooo plötzlich
irgentwie merkwürdig ist das schon
Das Schiff hatte eine hohe Eisklasse
Grosse Eisberge sind eigentlich nicht zu sehen
ein "Faustgrosses" Loch läst ein 75m Schiff sinken
als Fahrgastschiff müsste es mindestens 3 abgeschottete Abteilungen haben
Die Rettung war perfekt "organisiert" von der British Coastguard (England ist schätzometrisch 10.000 sm entfernt, d.h. das MRCC hat nur koordiniert, aber der nächste Kreuzfahrer war ja schon da.
Von Argentinischer Marine oder Rettern redet niemand (die wären aber "um die Ecke rum" gewesen ?)
und nu liegt es so tief, das alles genauere nicht mehr zu erforschen ist
Style hat nicht ganz unrecht der "Rote Oktober" lässt grüßen, mich würde die Versicherungssumme interessieren:ka5: :ka5: :ka5: :ka5: :ka5:
Wie man auf den letzten Bildern sieht, sinkt (sank) die MS Explorer inmitten von Packeis! Vielleicht hat der Kapitän nachdem die Passagiere und die Crew in die Rettungsboote übersetzt hatten, rückwärts diese Eisschollen angesteuert, um selbst danach auf das Eis hinab steigen zu können?
Auf den ersten Bildern der Rettungsaktion war ja noch kaum Eis rund ums Schiff zu erkennen - als sie dann letztendlich wirklich sank - ist "Sie" von Eis umgeben?
Ne Überlegung wär´s ja wert, oder nicht?
NEWS
Die Kollision war auch nicht mit einem Eisberg, sonder ein russisches Atom U-Boot.
:schlaumei Kommt in 10 Jahren ans Licht
Wenn es mit einem Atom-U-Boot kolliedierte, "strahlt" das nicht erst in 10 Jahren!
Wie man auf den letzten Bildern sieht, sinkt (sank) die MS Explorer inmitten von Packeis! ?
Sorry aber auf dem Video von NTV ist überhaupt kein Eis zu sehen, außer im Trickfilm wie sich der Redakteur es vorstellt und hier gibt plötzlich auch die argent. Marine ein Interview, nicht mehr die UK Coast Guard:confused-
Also ich weis nicht............................................. ..............
Sorry aber auf dem Video von NTV ist überhaupt kein Eis zu sehen, außer im Trickfilm wie sich der Redakteur es vorstellt und hier gibt plötzlich auch die argent. Marine ein Interview, nicht mehr die UK Coast Guard:confused-
Also ich weis nicht............................................. ..............
... dann klicke noch einmal auf meinen Link! Es ist wohl zwischen Eisschollen gesunken.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,519400,00.html
Ich habe es auch bloß auf dieser Fotostrecke gesehen:
http://www.schlauchboot-online.com/redirector.php?url=%68%74%74%70%3a%2f%2f%77%77%77% 2e%73%70%69%65%67%65%6c%2e%64%65%2f%66%6f%74%6f%73 %74%72%65%63%6b%65%2f%30%2c%35%35%33%38%2c%32%36%3 7%33%34%2c%30%30%2e%68%74%6d%6c
Besonders auf den Bildern 5, 6 und 7
Erstens war ich selbst nicht dabei (GsD)
Zweitens hab´ ich auch die Bilder nicht gemacht:lachen78:
Ich habe einfach mal angenommen, was auf den Bildern zu sehen war/ist.
Hi,
na ja , ist ja alles gut ausgegangen :chapeau:
Wenn jetzt noch die Versicherung zahlt hat die Rederei wieder ein neues Schiff und kann die nächsten 20-30 Jahre wieder Kohle einfahren.
Der alte Dampfer hätte eh in den nächsten Jahren entsorgt werden müssen , da kam solch ein Zwischenfall doch Recht :ka5:
Alles problemlos abgelaufen , so als wenn man es vorher genau berechnet hat :stupid:
Sorry, aber ich persönlich glaube das an der Sache etwas faul ist.
Gruß Udo
... dann klicke noch einmal auf meinen Link! Es ist wohl zwischen Eisschollen gesunken.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,519400,00.html
Also das finde ich jetzt mehr als merkwürdig
auf den Bilder 12 bis 14 ist nicht ein Klecks Eis zu sehen ausser am Horizont ab Bild 8 nicht wo das Schiff ja noch Fahrt hat ?????
Auf Bild 7 ist es gerade an der Packeisgrenze wieso ???????
Ist er da hineingefahren für die Fotos oder hat ihn das Eisfeld erreicht, aber wo war das Eis als der "Erste Kontakt" mit dem Resultat faustgrosses Loch eintrat ???????
Also nu wird wirklich merkwürdig Erklärbar ist es ohne weitere Info's aber nicht
vielleicht hilft Dir weiter, dass zwar anfangs von einem faustgroßem Loch gesprochen wurde, aber mittlerweile von einem faustgroßem Riss... :zwinkern:
vielleicht hilft Dir weiter, dass zwar anfangs von einem faustgroßem Loch gesprochen wurde, aber mittlerweile von einem faustgroßem Riss... :zwinkern:
Also doch der "Rote Oktober" oder nur ein Müllcontainer von vorausfahrenden Kreuzfahrer :biere: :biere: :biere: :biere: :biere:
Erich der Wikinger
24.11.2007, 21:39
Da wir nicht dabei waren, können wir nur vermuten.
Aber Udo, ich glaube schon, dass an Deiner Vermutung was dran ist.
Ein faustgroßes Loch ist ja ein Witz. (wenn die Information zutrifft) Die Besatzungen von U-Booten und Überwasserkriegsschiffen haben mit einfachen Hilfsmitteln ganz andere Löcher gestopft. Na ja, da gab es ja auch keine Versicherungsprämien bei Verlust.
Über den Ausbildungsstand der Billigflaggmatrosen ist wohl niemanden was bekannt?
Mal sehen ob man da noch mal was erfährt. Ganz dämlich sind die Schiffsversicherer nämlich auch nicht.
Gruß Erich
Dass so ein Schiff wegen eines "faustgrossen Loches" sinken kann ist für mich auch schwer vorstellbar.
An die Kaptäne u. ausgebildeten Schiffsführer unter Euch:
Wieviel Liter Wasser können durch ein faustgrosses Loch, je nach Lage unter dem Wasserspiegel pro Minute eindringen?
Wie stark sind üblicherweise die Lenzpumpen auf einem Schiff dieser Grösse?
Anm: die Feuerwehr spritzt durch Düsen von ca. 20mm DM schon knapp 1000 Liter Wasser pro Minute (bei 5 bar)
Würde mich interessieren, warum ein Schiff dieser Grössenordnung nicht entsprechende Pumpen an Board hat, um mit dem eindringenden Wasser eines "faustgrossen" Loches fertig zu werden?
Irgendwas stimmt hier wohl nicht - entweder war das Loch/Riss deutlich grösser oder mein Gedanke zu entsprechenden Pumpkräften war falsch (oder diese defekt?)
Vor zwei Minuten wurde im ORF Newsflash auch (wieder) von einem faustgrossen Loch gesprochen.
attorney
25.11.2007, 00:31
Hi,
bevor die Versicherung zahlt, wird der Unfallhergang noch einmal ausgiebig untersucht werden und möglicherweise auch Taucher zum Wrack geschickt.
So ohne weiteres lässt sich so eine Haverie nicht manipulieren und ein Kapitän provoziert nicht absichtlich den Untergang eines Schiffes (von Kriegszeiten mal abgesehen.) Da steht zu viel auf dem Spiel und Kapitänen unterstelle ich noch eine seemännische Berufsehre.
Da waren auch zu viele unberechenbare Zeugen an Bord.
Das, was mich wundert ist, dass dieses Schiff kein Voraus-Echo hat oder ein solches nicht zum Tragen kam. Wenn man sich in solchen Revieren bewegt , wo Eisberge keine Seltenheit sein dürften, ist es schon sonderbar, wenn ein solches Schiff nach dem heutigen Stand der Technik mit einem Eisberg kollidiert.
Es gibt unzählige Kreuzfahrten in diesen Revieren und keinen vergleichbaren Zwischenfall.
Oder es war wirklich ein versehentlicher militärischer Zwischenfall, in die dann schon eher die Tommis , die dort die militärische Hoheit wahrnehmen, verwickelt waren der vertuscht werden soll.
Aber das sind auch wilde Spekulationen.
Gruß
Rainer
Hi,
Da steht zu viel auf dem Spiel und Kapitänen unterstelle ich noch eine seemännische Berufsehre.
Gruß
Rainer
Hi Rainer
auf einem Schiff mit liberianischer Flagge und Heimathafen Monrovia, stationiert im südlichen Argentinien !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Du glaubst auch noch an den Santa Claus:confused- :confused- :confused- :confused- und den Klapperstorch:biere: :biere: :biere: :biere: :biere:
Markus[LB]
25.11.2007, 02:28
Ich hatte mich schon gefragt, wie lange Ihr im Forum braucht...
also die Meldung war schon urlalt, bis sie hier im Forum auftauchte, aber egal.
Die Zeitung ist mndestens genauso langsam!
Das fausgroße Loch versenkt da in windeseile, naja sagen wir in weniger als 2 Tagen, wenn es weiter so geht in 3-10 Tagen ein Schiff. Hoppla der Kapitän ist aber noch an Bord, wann der wohl das Boot verlässt?
Schuldfrage: Klar ein Eisberg der mit ungeheuer hoher Geschwindigkeit das Schiff gerammt hat!
Das Schiff hat natürlich keine Schotten und das eindringende Wasser wird es zuverlässig versenken... ist doch klar? Oder?
Also irgendwie finde ich die Geschichte doch lächerlich... verfolgte die aber "nur" ein paar Minuten nachdem die raus kam... das war gestern morgen...
Gruß Markus
Hallo Rainer,
du bist aber sehr naiv :ka5:
Glaubst du das es einen absichtlichen Havarieschaden an einem Schiff noch nie gegeben hat ?
Das ist bei Auto´s an der Tagesordnung , meinst du das ein Kapitän der unter liberianischer Flagge fährt Hemmungen hat ein Schiff absaufen zu lassen wenn sie ihm dafür einige zehntausend Doller bieten.
Solch ein Kapitän verdient wenn überhaupt 1/10 von dem was ein EU oder US Kapitän verdient.
Sorry, aber der Kahn war uralt und hätte in den nächsten Jahren eh verschrottet werden müssen, so kommt wenigsten noch einiges an Kohle dabei rein.
Und solange keine Person dabei zu Schaden gekommen ist halten sich die Schadensersatz Ansprüche in Grenzen.
Ich glaube das es manipoliert worden ist, ein faustgroßes Leck flickt dir jeder Seemann binnen kürzester Zeit.
Und die Menge an Wasser die bis dahin ins Schiff gelangt schafft jede Pumpe.
Und selbst wenn eine Pumpe ausfällt, die haben mehr als eine an Bord.
Gruß Udo
Hallo,
also die Offiziere waren wohl aus Skandinavien und die Crew aus den Philippinen. Natürlich gibt es auch gewollte Havarien, aber in der Region, bei der Kälte und dem Risiko für Passagiere und Crew? Jungs ihr habt Euren Fernseher zu oft an! :lachen78:
Hallo Tom,
da gab es doch kein Risiko , bei dem kleinen Loch , da hätten die nur ein paar Bettdecken reinstopfen müssen :lachen78: .
Na ja, und allzuweit von ein paar Inseln waren die ja auch nicht weg.
Und um die Rettungsboote zu besetzen hatten die ja wohl auch einen ganzen Tag Zeit :ka5:
Ich finde die ganze Sache mehr als seltsam :ka5:
Gruß Udo
Hallo Udo,
also in den Berichten, die ich gelesen habe las ich: "faustgroßer Riss; laut argentinischem Militär ein beträchtlicher Schaden etc."
Zudem wenn ich die Bilder der Rettung sehe - Rettungsinseln vom Treibeis eingeschlossen, kleine offene Boote, 4 Stunden im Wasser und Passagiere teilweise unterkühlt (laut Bericht) würde ich nicht von einem Sonntagsausflug sprechen. Es ist glücklicherweise nichts passiert, aber dies als harmloses "Schiffeversenken" beim Nachmittagstee zu titulieren entspricht nicht meiner Vorstellung von einer gefahrlosen Havarie. Auch schien das Schiff schon eine Schräglage beim Einwassern der Boote gehabt zu haben. Auch dies kann nicht ungefährlich sein. Hätte man dann noch ein Boot verloren wer weiß was hätte passieren können. Also harmlos ist für mich etwas anderes...
Ich kenne mich zwar mit Großschiffen nicht aus, aber gezielt etwas zu rammen um mit wenig Schaden ein Boot zu versenken? Es hätte ja auch schon beim Zusammenstoß zu schweren Verletzungen bei den Passagieren kommen können. Ich stell mir gerade vor wie ich schwer es sein dürfte selbst unsere kleinen Boote so gezielt zu zerstören um diese "kontrolliert" absaufen zu lassen!? Also ich weiß nicht...
Hallo Freunde,
man kann das alles nicht genauso einschätzen wie berichtet wird. Insofern möchte ich Tom bestätigen.
Wer hat denn den tatsächlich Schaden vor dem Absaufen des Schiffes wirklich gesehen? Selbst die Schiffsbesatzung ist doch auch nur auf Vermutungen angewiesen.
Das hier das Schiff sehr bald Schlagseite bekommen hat, spricht doch dafür das der seitliche Riss im Rumpf, verursacht durch den Unterwasserteil des Eisberges, recht lang in der Flanke saß, denn dieses Schiff hatte Schottentüren die sicherlich nach der Evakuirung der Besatzung aus den betroffenen Segmenten geschlossen wurden um ein Vollaufen zu vermeiden. Die Motoren sind auch noch bei Schlagseite in Betrieb gewesen, zu sehen auf einigen Bilder bei einem Rückwärtsmanöver. Da waren die ja alle bis auf den Käpt'n & 1.Offizier alle von Bord in den Rettungsbooten. Das das Schiff dann doch weiter vollgelaufen ist, spricht doch für die Schwere des Rumpfschadens.
Machen wir uns nichts vor. Solche Eisbergkollisionen sind leider trotz Unterwasser-Sonar und Überwasser-Radar nicht ganz zu vermeiden und passieren - wie auch auf der MS/Titanic - meist in der Nacht, wo diese Eisberge besonders schwer auszumachen sind.
Gut das alle heil von Bord gekommen sind und andere Schiffe in der Nähe waren und diese Schiffbrüchigen aufnehmen konnten.:chapeau:
Das ganze war ein Hochzeitsevent:biere: :biere: :biere: :biere:
siehe DIE ZEIT
Schiffsunglück: Ja-Wort im Rettungsboot
Der eisigen Kälte der Antarktis und ihrer Todesangst haben zwei Passagiere der untergegangenen "MV Explorer" den glücklichsten Augenblick ihres Lebens entgegengesetzt.
Im schwankenden Rettungsboot, umgeben von Eisschollen, gaben sich die Dänen Jan Henkel und Mette Larsen - den Liebenden der "Titanic" gleich - symbolisch das Ja-Wort. Ursprünglich war dieser besondere Moment für den Zeitpunkt vorgesehen, an dem das Paar gemeinsam seinen Fuß auf die Antarktis setzt. "Aber es war nicht sicher, ob wir dort ankommen würden", erklärte Henkel die Spontanheirat. "Also dachten wir, dass wir uns im Boot ablenken und einen Moment des Glücks erleben könnten."
Quelle Die Zeit (http://www.zeit.de/news/artikel/2007/11/25/2426733.xml)
Ach ja noch ein Zitat aus der offiziellen Stellungsnahme der Reederei
Durch die Kollision entstand ein faustgroßes Loch, durch das, wenn auch langsam, Wasser eindrang. Die Besatzung habe zwar die Pumpen eingeschaltet, um das eindringende Wasser abzupumpen, es bestehe aber die Gefahr, dass das Schiff sinke. „Es hat Schlagseite“, sagte Hayes.
und noch 'n Kommentar
Die 1969 erbaute „MV Explorer“ befand sich nach Angaben von Fachleuten in keinem guten Zustand. Bei seiner letzten Inspektion habe das Schiff in fünf Bereichen Schwächen offenbart, hieß es auf der im Internet veröffentlichten „Lloyds List“ unter Berufung auf eine Prüfung der britischen Marine- und Küstenagentur in diesem Jahr. Unter anderem habe es Probleme mit einer wassersicheren Tür und dem Zustand der Rettungsboote gegeben. Ebenso sei das Fehlen von Rettungsplänen bemängelt worden. Das Schiff gehört den Angaben zufolge der Reederei Gap Shipping, einer Tochtergesellschaft des Reiseveranstalters Gap Adventures.
Quelle Die Welt (http://www.welt.de/vermischtes/article1391816/Kapitaen_kaempft_um_sinkendes_Kreuzfahrtschiff.htm l)
attorney
25.11.2007, 17:31
Hi,
bevor die Haverie nicht untersucht worden ist - und so eine Untersuchung findet obligatorisch statt, sind sämtliche Mutmaßungen ins blaue hinein.
Auch was das Ausmaß des Rumpfschadens angeht, zumal man anderes zu tun hatte, als Taucher unter das sinkende Schiff zu schicken, um die Beschädigungen zu verifizieren.
Erste Verlautbarungen unmittelbar nach so einem Unfal- soweit sie von der Presse überhaupt zutreffend aufgeschnappt wurden - sind meist Vermutungs geschwängerte Schnellschüsse .
Dass eine Haverie mit einem Eisberg mutwillig inszeniert wurde, halte ich für baren Unsinn.
Es kann sein, dass die Schotten sich nicht mehr dicht schließen ließen und das Schiff deshalb nicht mehr zu retten war.
Sobald die unmittelbar betroffenen wieder daheim sind, werden wir weiteres hören.
Und vermutlich wird der deutsche Passagier demnächst bei Beckmann, Kerner oder Jauch auf der talk -Couch sitzen.
Gruß
Rainer
Hi,
bevor die Haverie nicht untersucht worden ist - und so eine Untersuchung findet obligatorisch statt, sind sämtliche Mutmaßungen ins blaue hinein.
Gruß
Rainer
Da es keinerlei Verletzte gab - nur eingeschränkt und dann
es war ein liberianisches Schiff Heimathafen Monrovia, ein kanadischer Reiseveranstalter und ein argentinischer Reeder der eben diesem Veranstalter GAP gehört.
WO bitte soll da eine Untersuchung stattfinden in Monrovia oder vor der UNO ???:lachen78: :lachen78: :lachen78:
Die Versicherer haben schon reagiert (siehe LLoyd's List)
attorney
25.11.2007, 20:47
Da es keinerlei Verletzte gab - nur eingeschränkt und dann
es war ein liberianisches Schiff Heimathafen Monrovia, ein kanadischer Reiseveranstalter und ein argentinischer Reeder der eben diesem Veranstalter GAP gehört.
WO bitte soll da eine Untersuchung stattfinden in Monrovia oder vor der UNO ???:lachen78: :lachen78: :lachen78:
Die Versicherer haben schon reagiert (siehe LLoyd's List)
Flaggen und Heimathäfen sagen doch nichts über die Gesellschaften aus, die wirtschaftlich hinter dem Schiff stehen.
Wie bereits erwähnt, stammen die Offiziere aus Skandinavien und die Eigner sitzen in Kanada.
Der Kapitän wird schon der Reederei Rede und Antwort stehen müssen, warum er das Kreuzfahrtschiff versenkt hat - war ja nicht irgend ein Schiffkutter oder Frachter - und auch die an solchen Reiseveranstaltungen verdienenden Kreise werden nach Aufklärung der Vorkommnisse suchen , weil eine bestimmte lukrative Reisesparte verunsichert wurde.
Und auch die Versicherung muss der Frage eines Mitverschuldens womöglich nachgehen, denn so franko-frei reguliert auch nicht der Loyd.
Ich kenne mich im intern. Seerecht nicht aus und weiss auch nicht ob so ein Fall ein Verfahren vor dem intern. Seegericht nach sich zieht, weil zumindest Menschen durch etwaige Nachlässigkeiten an Leib und Leben gefährdet wurden und inwieweit von den betroffenen Reisenden Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, die der Versicherer so gar nicht regulieren will.
Das ganze hat schon eine andere Dimension und ein anderes Nachspiel,
als wenn irgend ein Frachter in schwerer See zerbricht.
Gruß
Justin
Erich der Wikinger
25.11.2007, 21:41
Hallo Justin,
leider sagen Flaggen und Heimathäfen und noch viel mehr die Länder in denen das Schiff zugelassen wird sehr viel aus.
Oft sind da nämlich die Gesetze und der Schutz der Seefahrer ein Witz.
Ich hatte 2006 dass große Glück bei einem Seetörn im ionischen Meer längere Zeit mit einem Kapitän zu sprechen, welcher mir da einige interessante Stories erzählt hat. (Er hat den Törn mitgemacht als Urlaubsfahrt, aber sich gegenüber der Besatzung nicht als Fachmann auf dem Schiff zu erkennen gegeben)
Nehmen wir einmal Panama. Da haben viele Gesellschaften aus Ihren Ländern hin "ausgeflaggt". Da gibt es deutlich niedrigere Löhne und Du hast dann einen zusammengewürfelten ahnungslosen Haufen, genannt Seeleute, welche im Unglücksfall nichts unter Kontrolle bekommen. Lediglich der Kapitän und die wichtigsten Offiziere, sowie einige Seeleute in Schlüsselpositionen sind erfahrene Seefahrer. Einige wenige tüchtige Kapitäne schaffen es, daraus eine Mannschaft zu formen.
Da im Hafen einige große Kreuzfahrer lagen, hat er mir empfohlen, einmal mit den an Land gehenden Jungs zu sprechen und zu fragen, woher Sie kommen und was Sie verdienen. Hinterher war ich ganz schön geschockt. Wie soll eine Besatzung die aus 38 versch. Ländern kommt im Ernstfall was hinbekommen, wenn es schon Probleme beim normalen kommunzieren kommt. Würde ich die Heuer beschi...... nennen, wäre das noch geprahlt.
Also ich würde nicht mal für Geld in solch arktische Gegenden eine Reise unternehmen. Im Mittelmeer ist die Chance deutlich höher zu überleben, da ist dass Wasser so warm, dass man selbst nur mit Schwimmweste lange überleben kann, falls das Rettungsboot sinkt. :seaman:
Gruß Erich
...
Im Mittelmeer ist die Chance deutlich höher zu überleben, da ist dass Wasser so warm, dass man selbst nur mit Schwimmweste lange überleben kann, falls das Rettungsboot sinkt. :seaman:
Gruß Erich
Servus Erich,
deswegen auch fahren wir doch Schlauchboote, es dürfte sehr unwarscheinlich sein, das diese im Nottfall auch sinken ... und auch wenn Du im Mittelmeer einen Eisberg schrammen solltest. :lachen78:
Das ganze hat schon eine andere Dimension und ein anderes Nachspiel,
als wenn irgend ein Frachter in schwerer See zerbricht.
Gruß
Justin
Da kann ich Dir nur beistimmen, wenn ein Frachter untergeht, dann ist viel viel mehr Geld involviert.
Fracht ist bei Weitem wertvoller als Passagiere:chapeau:
Das Darmstädter Echo (genauer Echo Online) hat die ultimative Story zur Lindbladh Explorer, eigentlich ein Geisterschiff, da schon einmal gesunken - will ein 90ig jähriger Fachmann aus Darmstadt wissen
Hier die Horrorshow http://www.echo-online.de/suedhessen/static/540774.htm
Wer es etwas seriöser will lese bitte hier http://www.nationmaster.com/encyclopedia/MS-Explorer
Hallo Roland,
heftig, heftig! Was Du nicht alles im Internet findest! :chapeau: :biere:
Hallo Roland,
heftig, heftig! Was Du nicht alles im Internet findest! :chapeau: :biere:
Zufall das Schiff heißt ja eigentlich Lindblath Explorer und Lars Eric Lindbladh (der das Schiff bauen ließ) war ein nicht unbedeutender Polarforscher und Vorreiter des "sanften Tourismus"
Als ich daher den Lebenslauf des Schiffes lesen wollte (ich glaube immer noch nicht an den "unterirdischen" Eisberg) war unter den Ergebnissen auch das Darmst. Echo :biere: :biere:
Soweit ich den Text interpretieren konnte ist das Schiff MS Explorer schon 1972 (damals unter anderem Namen) einmal gesunken, geborgen und wieder repariert worden.
Nicht nur die Aussagen des Darmstädter Passagieres sondern auch der englische Text über die "History" des Schiffes weisen darauf hin!
Übrigens ist in dem Text auch ein Hinweis auf das von uns schon viel diskutierte "faustgrosse Loch":
Zitat: "which caused a 10 by 4 inch (25 × 10 cm) gash in the hull"
Quelle: http://www.nationmaster.com/encyclopedia/MS-Explorer#_note-2
mit Verweis auf: http://uk.reuters.com/article/UKNews1/idUKL2331534120071124
Muss ja ne ziemlich große Faust gewesen sein!
Anm: meine Faust hat grob 70cm² und hier ist die Rede von immerhin ca. 250cm² - damit kann ich die Schwierigkeiten beim Abpumpen des eintretenden Wassers schon eher verstehen!
Erich der Wikinger
28.11.2007, 14:39
Hallo,
ein eingespieltes Leckbekämpfungsteam kann auch ein "Riesenfaust-Loch" unter Kontrolle bekommen. Ich wette allerdings, dass es unter dieser Flagge fahrende Seemannschaft kein solchesTeam gab.
Pumpe alleine -sofern funktionierend- reicht halt auch nicht immer aus.
Gruß Erich
Heinz-55
28.11.2007, 14:59
Hallo ,
ich hatte in einer Rundfunkmeldung gehört das ein faustdickes Loch entstanden sei und es kein Problem war es notdürftig zu schließen. Dann sei jedoch der Strom ausgefallen und somit natürlich auch die Pumpen.
Na ja wer weiß?:confused-
Gruß
Heinz 55:chapeau:
Soweit ich den Text interpretieren konnte ist das Schiff MS Explorer schon 1972 (damals unter anderem Namen) einmal gesunken, geborgen und wieder repariert worden.
Sie ist auf Grund gelaufen und dann abgeschleppt worden bei La Plaza Point
(....run aground and was towed to...) so der englische Text.
Sie ist auf Grund gelaufen und dann abgeschleppt worden bei La Plaza Point
(....run aground and was towed to...) so der englische Text.
Da habe ich offensichtlich zu wenig genau gelesen, weil ich im Hinterkopf auch noch die Geschichte von dem "Darmstädter" hatte, der von "Sinken" gesprochen hatte.
Markus[LB]
28.11.2007, 17:20
Hallo,
ein eingespieltes Leckbekämpfungsteam kann auch ein "Riesenfaust-Loch" unter Kontrolle bekommen. Ich wette allerdings, dass es unter dieser Flagge fahrende Seemannschaft kein solchesTeam gab.
Pumpe alleine -sofern funktionierend- reicht halt auch nicht immer aus.
Hallo Erich,
wenn es aber um EIN einziges Loch in einem Schiffrumpf geht, dann zweifel ich stark an, dass dieses Loch ausreicht um ein Schiff zum Sinken zu bringen.
Ich dachte die Schiffe in der Größenordnung haben immer Schotte und bleiben selbst dann noch an der Wasseroberfläche wenn 2-3 Bereiche schon geflutet sind. Also in dem Fall könnte man einen Bereich evakuieren und ihn eben voll laufen lassen. Da bräuchte man nicht einmal eine Pumpe.
Wenn allerdings ein Riß entlang des Schiffrumpfes mehrere Bereiche zerstört, dann bringen auch die Schotte nichts, denn entweder es kippt dann seitlich weg, wegen dem eindringenden Wasser, oder es sinkt eben gleich komplett...
Wie man auf einem Schiff am besten ein Leck bekämpft ist dann die nächste gute Frage. Ist das Leck nahe der Wasserlinie sehe ich da weniger ein Problem, aber deutlich unterhalb der Wasserlinie hat man in der Regel schon einen ziemlichen Wasserdruck. Schnell muss man dann auch sein, sonst braucht man Taucher... im eiskalten Wasser wird es vermutlich ohne geeignete Trockenanzüge auch unmöglich sein, ein Loch zu stopfen, nach wenigen Sekunden spürt man seine Hände nicht mehr, nach bereits 10 min im kalten Wasser hat man schon eine Unterkühlung, die medizinischer Notfallmaßnahmen bedarf.
Auch im Mittelmeer sinken ab und an mal mehr oder weniger große Boote. Bei Hobbykapitänen ist es Mode sich irgendwelche Unterwasserhindernisse auszusuchen um diese dann geziehlt zu rammen... :lachen78:
Allzustark sollte ich nicht lästern, da ich es vor Jahren auch einmal schaffte mit einem Schlauchboot über so ein Hinderniss in Strandnähe hinwegzufahren, das Boot passte darüber, der Schaft und der Propeller nicht... :cognemur:
Ergebnis war ein manövrierunfähiges Schlauchboot, eine Macke im Propeller und ein kaputter Scherstift, da hatte ich noch einmal Glück gehabt. Seitdem vermeide ich es in der Nähe von Unterwasserhindernissen herumzufahren... :futschlac :biere:
Gruß Markus
PS: Glücklicherweise hat ein Schlauchboot keinen nennenswerten Tiefgang... :biere:
']Hallo Erich,
wenn es aber um EIN einziges Loch in einem Schiffrumpf geht, dann zweifel ich stark an, dass dieses Loch ausreicht um ein Schiff zum Sinken zu bringen.
Ich dachte die Schiffe in der Größenordnung haben immer Schotte und bleiben selbst dann noch an der Wasseroberfläche wenn 2-3 Bereiche schon geflutet sind. Also in dem Fall könnte man einen Bereich evakuieren und ihn eben voll laufen lassen. Da bräuchte man nicht einmal eine Pumpe.
Also es ist schon merkwürdig, selbst die Prüfungsfragen zum FS des MSVÖ enthalten Fragen zur Lecksicherung
F3 Leckbekämpfung
616 Sie habe durch eine Kollision mit einem harten Gegenstand ein Loch, mit einem Handteller großem Durchmesser, unter der Wasserlinie. Wie dichten Sie dieses Leck mit Bordmittel ab? FB3
617 Welche Lecksicherungsmittel sollten an Bord sein?
618 Sie haben durch Rammen eines harten Gegenstandes ein Loch mit 3 cm Durchmesser im Rumpf. Wasser strömt herein. Welches ist ihre erste Lecksicherungsmaßnahme? (Quelle MSVÖ)
In den Schiffssicherheits Trainings die landauf landab angeboten werden (in D auch von der Bundesmarine) spielen die Fragen Brandbekämpfung und Lecksicherung eine große Rolle.
Aber hier tut Ihr alle so als ob Ihr das Wort zum erstenmal lest:cognemur: :cognemur:
Und ja die Explorer hatte Eisklasse und eine Segmentierung, scheinbar blieben die Türen aber auf:confused- :confused- :confused-
Und Lecksicherung bedeutet nicht ein Leck zu 100% abzudichten, sondern es soweit dicht zu bekommen, das weniger Wasser einströmt als herausgepumpt werden kann !!
25 x 10 cm ist kleiner als ein DIN A4 Blatt !!!!!!! Ein Kissen, ein Brett und ein Balken/Metallstange zum verkeilen ist alles was man in den ersten Minuten braucht - da braucht man noch nicht einmal einen Profitrupp aus einem U-Boot:schlaumei .
Und wer bei der Feuerwehr ist oder schon mal bei einer Übung zugesehen hat, weis was eine einzige Pumpe leisten KANN und so ein Schiff hat mehr als eine.
Markus[LB]
28.11.2007, 18:21
Also es ist schon merkwürdig, selbst die Prüfungsfragen zum FS des MSVÖ enthalten Fragen zur Lecksicherung
In den Schiffssicherheits Trainings die landauf landab angeboten werden (in D auch von der Bundesmarine) spielen die Fragen Brandbekämpfung und Lecksicherung eine große Rolle.
Aber hier tut Ihr alle so als ob Ihr das Wort zum erstenmal lest:cognemur: :cognemur:
Und ja die Explorer hatte Eisklasse und eine Segmentierung, scheinbar blieben die Türen aber auf:confused- :confused- :confused-
Und Lecksicherung bedeutet nicht ein Leck zu 100% abzudichten, sondern es soweit dicht zu bekommen, das weniger Wasser einströmt als herausgepumpt werden kann !!
25 x 10 cm ist kleiner als ein DIN A4 Blatt !!!!!!! Ein Kissen, ein Brett und ein Balken/Metallstange zum verkeilen ist alles was man in den ersten Minuten braucht - da braucht man noch nicht einmal einen Profitrupp aus einem U-Boot:schlaumei .
Und wer bei der Feuerwehr ist oder schon mal bei einer Übung zugesehen hat, weis was eine einzige Pumpe leisten KANN und so ein Schiff hat mehr als eine.
Hallo Roland,
ich weiss durchaus, wie ich ein Leck dicht bekomme. Solange das an einem kleinen Boot mit GFK Rumpf ist und die Wassertemperaturen angenehm sind, sollte sowas zu bewerkstelligen sein. Bei so einem großen Schiff sieht das aber anders aus. Erst einmal muss man erkennen, dass man ein Leck hat, dann muss man das Leck auch noch finden! In der Zeit fließen schon Tonnen von Wasser in den Rumpf und zwar kaltes Wasser!
Prüfungsfragen zur Lecksicherung hatte ich NIE welche, dabei habe ich drei Führerscheine (SFB-Binnen, SFB-See und den Bodensee). War nie Thema!
Warum man ein Schiff wie die Explorer sinken läßt, wenn man doch nur die Schotte schließen müsste, das entzieht sich meiner Kenntniss. Kann es dafür Gründe geben? Wenn ja, welche?
Was Pumpen leisten können ist schon klar... normalerweise sollte eine Pumpe in der Lage sein, mehr Wasser herauszupumpen als ein DINA4 großes Loch an Wasser in das Boot läßt. Je nach Lage des Loches fließt eben mehr oder weniger Wasser in das Boot. Läßt sich auch einfach ausrechnen.
Also warum ist das Schiff dann gesunken? Wohl nicht wegen dem 250 cm² Löchlein?!?
Gruß Markus
'] Bei so einem großen Schiff sieht das aber anders aus. Erst einmal muss man erkennen, dass man ein Leck hat, dann muss man das Leck auch noch finden! In der Zeit fließen schon Tonnen von Wasser in den Rumpf und zwar kaltes Wasser!
Soferne die dort nicht "Schifferl versenken" gespielt haben ist diese Ausführung von Dir vermutlich zutreffend: Zuerst bemerken, dann finden...und bis dahin kann der betroffene Bereich bereits geflutet sein und es müssen doch die Taucher "ran", soferne die noch dorthin kommen...[/I]
Warum man ein Schiff wie die Explorer sinken läßt, wenn man doch nur die Schotte schließen müsste, das entzieht sich meiner Kenntniss. Kann es dafür Gründe geben? Wenn ja, welche?
[I]Müßte mir die Nachrichten noch einmal heraussuchen, in denen ich glaube gelesen zu haben, dass die Schotten nicht ihrer Bestimmung nach funktionierten.
Was Pumpen leisten können ist schon klar... normalerweise sollte eine Pumpe in der Lage sein, mehr Wasser herauszupumpen als ein DINA4 großes Loch an Wasser in das Boot läßt. Je nach Lage des Loches fließt eben mehr oder weniger Wasser in das Boot. Läßt sich auch einfach ausrechnen.
Genau dieses Thema hatte ich schon VIEL früher angesprochen, bis heute aber noch keine technisch aufklärende Antwort bekommen.Siehe: http://www.schlauchboot-online.com/showpost.php?p=154643&postcount=24
Anmerkung: zu dem Zeitpunkt war immer noch von einem FAUSTgrossen Leck die Rede!
Also warum ist das Schiff dann gesunken? Wohl nicht wegen dem 250 cm² Löchlein?!?
Gruß Markus
Vermutlich, soferne nicht absichtlich, eine Summe von Verstrickungen:
Leck erst spät bemerkt - dann nicht gleich lokalisieren können - für Reparatur (von innen) zu spät - Schotten nicht oder nur teilweise funktionsfähig - Pumpen zu schwach oder ebenso nicht voll funktionstüchtig usw. usw....
Den Rest kennt man ja!
Habe ein wenig nachgerechnet und bin ziemlich überrascht:
(hätte nicht gedacht, dass sooooviel Wasser durch ein ca. 25 x 10cm Loch fliessen würde)
Nur ein Beispiel:
angenommen, der Eisberg hat das Schiff ca. 350 cm tief unter der Oberfläche aufgerissen, das Leck hat die oben genannten Ausmasse, die Kanten des Risses sind durch den Aufprall rundlich nach innen gebogen:
dann komme ich (annäherungsweise) auf folgende Zahlen
ca. 10000 (!!!) Liter/Minute oder 600 m³/h
Um es anschaulicher zu erklären:
Wäre das Leck erst nach ca. 8 Minuten entdeckt worden, so wäre bereits ein Raum von ca. 10m Länge, 4m Breite und 2m Höhe geflutet gewesen!!
Bei einer Schiffslänge von über 70m Länge, 14m Breite und mehreren Stockwerken läßt sich so ein Leck NICHT innerhalb von wenigen Minuten finden, geschweige denn sofort verschliessen!
Je näher das Leck zur Wasseroberfläche liegt, desto grösser die Zeitspanne in der noch etwas unternommen werden kann.
Ich hoffe, die Überlegung richtig angestellt zu haben und lasse mich gerne korrigieren, falls ich falsch liege!:chapeau:
Die Strömungsgeschwindigkeit und der damit erhöhte Staudruck des Wassers, falls das Leck bei voller Fahrt im seitl. Bugbereich entstand, ist hier nicht berücksichtigt.:ka5:
PS: Ich bin selbst über das Ergebnis erstaunt und kann mir das Sinken des Schiffes bei den angenommenen Rahmenbedingungen nun schon eher erklären! :stupid:
Markus[LB]
29.11.2007, 00:14
Habe ein wenig nachgerechnet und bin ziemlich überrascht:
(hätte nicht gedacht, dass sooooviel Wasser durch ein ca. 25 x 10cm Loch fliessen würde)
Nur ein Beispiel:
angenommen, der Eisberg hat das Schiff ca. 350 m tief unter der Oberfläche aufgerissen, das Leck hat die oben genannten Ausmasse, die Kanten des Risses sind durch den Aufprall rundlich nach innen gebogen:
dann komme ich (annäherungsweise) auf folgende Zahlen
ca. 10000 (!!!) Liter/Minute oder 600 m³/h
Um es anschaulicher zu erklären:
Hallo Alex,
na so schlimm sieht das in Wirklichkeit nicht aus! Ein Schiff mit einem Tiefgang von 350m kenne ich nicht (außer es ist ein U-Boot) :lachen78: :futschlac
Gehe lieber mal von realistischen Vorraussetzungen aus, das Schiff wurde in 7m Tiefe aufgerissen... :chapeau: (um einen oder zwei Meter wollen wir ja nicht streiten). Aussendruck ist dann 0,7 bar höher als der Innendruck und das Wasser schießt mit 0,7 bar deswegen durch ein 250 cm² Loch in das Boot.
Ich bin gerade zu faul zum Rechnen, aber schätzungsweise laufen uns da ca. 4000 Liter Wasser pro Stunde ins Boot.
Ein U-Boot das in 350m Tiefe ein 250 cm² großes Loch bekommt würde vermutlich augenblicklich zerdrückt werden. Da fließt dann schon das Metall unter dem Druck von 35 bar! Zudem müsste der Eisberg rießig sein!
Gruß Markus
PS: Nichts für ungut, aber ich bezweifele stark die Vorraussetzungen an, mit denen Du die Berechnung aufgezogen hast!
Habe ein wenig nachgerechnet und bin ziemlich überrascht:
(hätte nicht gedacht, dass sooooviel Wasser durch ein ca. 25 x 10cm Loch fliessen würde)
Nur ein Beispiel:
angenommen, der Eisberg hat das Schiff ca. 350 m tief unter der Oberfläche aufgerissen, das Leck hat die oben genannten Ausmasse, die Kanten des Risses sind durch den Aufprall rundlich nach innen gebogen:
Grrrrr Schüttel Brrrr
Also 350m Tiefgang hat die MV Explorer sicher NICHT und darf ich mal bescheiden nach dem Rechenweg fragen ???!
Man muß bei einem solchen Schiff nicht nach dem Leck suchen, genau wie es Feuermelder gibt , werden auch Lecks (=Wassereinbrüche) gemeldet und auf der Brücke angezeigt. Eigentlich müssten sich auch die Schotten automatisch schließen, wenn das Wasser steigt.
Last but not least selbst 600 m3 sind "nur 600 Tonnen" oder gerade mal 15 volle Container:gruebel: :gruebel: und eine mittlere Lenzpumpe schafft ca. 2400 Liter/Minute * 60 = 144 m3 pro Stunde
Markus[LB]
29.11.2007, 00:32
Grrrrr Schüttel Brrrr
Also 350m Tiefgang hat die MV Explorer sicher NICHT und darf ich mal bescheiden nach dem Rechenweg fragen ???!
Man muß bei einem solchen Schiff nicht nach dem Leck suchen, genau wie es Feuermelder gibt , werden auch Lecks (=Wassereinbrüche) gemeldet und auf der Brücke angezeigt. Eigentlich müssten sich auch die Schotten automatisch schließen, wenn das Wasser steigt.
Last but not least selbst 600 m3 sind "nur 600 Tonnen" oder gerade mal 15 volle Container:gruebel: :gruebel: und eine mittlere Lenzpumpe schafft ca. 2400 Liter/Minute * 60 = 144 m3 pro Stunde
Hallo Roland,
genau deswegen schätze ich in so einem Fall lieber... Rechenweg... hmm Bernoulli, oder aus der Rheologie (dann ist es wieder Bernoulli).
Kann man aber auch selber darauf kommen: Querschnitt, Druck und schon weiss man wieviel Wasser da läuft. Es macht aber einen riesen Unterschied wie hoch oder tief das Loch ist!
600 Tonnen Wasser sind eine Menge und Wasser verhält sich anders, als ein Kontainer, das weißt Du aber auch! Wasser schwappt immer dahin, wo man es NICHT braucht! Die Meldung, dass da irgendwo Wasser ist kommt vielleicht auf der Brücke an, aber beim ersten Sensor, da denkt noch jeder... JAJA Falschmeldung... schaut mal wer nach! Ist dasselbe wie mit dem Feueralarm... solange nichts raucht und brennt, solange denkt jeder an einen Fehlalarm und läßt sich durch sowas lästiges nicht stören! :biere:
Gruß Markus
PS: Wieviel Auftrieb hat ein Schiff wie die Exporer? Wieviel Wasser braucht es, sowas zu versenken?
']Hallo Alex,
na so schlimm sieht das in Wirklichkeit nicht aus! Ein Schiff mit einem Tiefgang von 350m kenne ich nicht (außer es ist ein U-Boot) :lachen78: :futschlac
Sorry, war natürlich Tippfehler (schon korrigiert sind 3,5m od. 350cm)- allerdings NICHT in der Berechnung sondern bloß hier im Text!
Gehe lieber mal von realistischen Vorraussetzungen aus, das Schiff wurde in 7m Tiefe aufgerissen... :chapeau:
Ist auch nicht so realistisch, denn das Schiff hat einen Tiefgang von
ca. 4,5 m die 3,5 m habe ich angenommen, um auf ein "rundes" Ergebnis zu kommen.
Aufklärung zur Größe: Länge ca. 75m, Breite ca. 14m, Tiefgang ca. 4,5m
Ich bin gerade zu faul zum Rechnen, aber schätzungsweise laufen uns da ca. 4000 Liter Wasser pro Stunde ins Boot.
Ich glaube, da täuscht DU Dich (das wären bloß ca. 15 Eckbadewannen/Stunde also pro Wanne 4 min...)
....probier´s mal aus!
Gruß Markus
PS: Nichts für ungut, aber ich bezweifele stark die Vorraussetzungen an, mit denen Du die Berechnung aufgezogen hast!
Markus, bitte nicht schimpfen aber selbst zu faul für´s Rechnen zu sein!
PS²: hab´ auch nicht selbst gerechnet, sonder nach solchen Beispielen gesucht und dieses hier gefunden und hoffte auf ein vernünftiges Ergebnis zu kommen.
http://www.friedenswoche.de/segeln/leck.php
werd´s morgen noch einmal nachkontrollieren (mit "echten" Formeln, weil´s mich selber interessiert)
']
...
Prüfungsfragen zur Lecksicherung hatte ich NIE welche, dabei habe ich drei Führerscheine (SFB-Binnen, SFB-See und den Bodensee). War nie Thema!
...
Gruß Markus
Nur halbrichtig, denn was ist zu machen bei Wassereinbruch durch ein entstandens Leck gehört zum Lernstoff bei SBF-See und wird auch in den einschlägigen Lernbüchern ausführlich beschrieben. Und im Fragenkatalog wird lediglich eine Frage erhoben, wie man sich verhält und wie diue Schuldfrage gelöst wird nach einer Kolision (mit einem anderen Schiff oder Untergrundfelsen).
Also von wegen war kein Thema stimmt nicht, zumindest in einer seriösen Ausbildungstätte.:ka5:
Ferner möchte ich noch dazu bemerken, das es Fehlalarme anBord eines Schiffes nur sehr selten gibt, eher sind es Übungsalarme, so wie ich sie etliche Male auf hoher See schon mitgemacht habe. Und der Verdacht auf einen Fehlalarm ist mir dabei noch nie gekommen, denn zweimal war es sogar ein ernstzunehmender Alarm (1 x Maschinenschaden auf holländischem Schiff, und 1 x Orkanvoralarm mit genauer Einweisung zum Verhalten auf deutschem Schiff, beides auf dem Atlantik weit draußen im Meer).
Also um 03:00 wurde der erste Wassereinbruch berichtet um 04:xx wurde SOS Gefunkt und um 19:00 sank die Explorer d.h. sie ist 16 Stunden noch geschwommen !!
16 x 600 = 9600 laut Alex müsste sie also 9.600 TONNEN Wasser aufgenommen haben, bei nur 2.400 BRT wie geht das ??????
Also um 03:00 wurde der erste Wassereinbruch berichtet um 04:xx wurde SOS Gefunkt und um 19:00 sank die Explorer d.h. sie ist 16 Stunden noch geschwommen !!
16 x 600 = 9600 laut Alex müsste sie also 9.600 TONNEN Wasser aufgenommen haben, bei nur 2.400 BRT wie geht das ??????
Erstens ist die Berechnung bei einem angenommenen Leck von 25 x 10cm gemacht, zweitens auf (angenommenen) 3,5m Wassertiefe, - wenn das Leck zum Beispiel auf ca. 1m gewesen wäre - 16 x 240 = 3840;
Nun sagst Du: "Immer noch zuviel"....schon logisch, aber nicht zu Ende gedacht!
Ich wollte mit der Berechnung bloß aufzeigen, wie schnell (innerhalb weniger Minuten) ein Raum am Schiff geflutet worden wäre.
Wenn der erste "Raum" voll - oder auch nur "fast voll" gelaufen ist, wird es mit der Abdichtung des Leck´s bedeutend schwieriger - DARAUF wollte ich hinweisen! (Dann müssen die Taucher rann. = (bei dem kalten Wasser mit Anzug u.U. sogar Trockenanzug usw....= ALLES ZEIT!!))
Wenn aber der erste Raum geflutet war und die Schotten zwar nicht ganz dicht aber (sagen wir mal 50%) teilweise dicht waren, kämen wir auf ca. 2000 Tonnen Wasser in 16 Stunden!
Sag´ jetzt nicht, das wäre wieder zu wenig! :lachen78:
Ab einem bestimmten Punkt ist anzunehmen, dass der Wassereintritt an allen möglichen Stellen aufgetreten ist. (Luken, Fenster, bei Schräglage auch über Deck usw.)
ausserdem: wenn sich das Schiff bereits etwas mit Wasser gefüllt hat, ist das Leck auch weiter unter Wasser usw....
GENAU werden WIR es wahrscheinlich NIE wissen, sind alles bloß Spekulationen! (und die Rechnung eine Annäherung)
hobbycaptain
29.11.2007, 14:25
könnten nicht auch ein paar Ausserirdische, die in der Antarktis ihr UFO-Basis unter Wasser haben, das Schiff versenkt haben ? :lachen78:
könnten nicht auch ein paar Ausserirdische, die in der Antarktis ihr UFO-Basis unter Wasser haben, das Schiff versenkt haben ? :lachen78:
Streng genommen glaube ich ja gar nicht, dass es überhaupt gesunken ist....vermutlich wurde es bloß weggebeamt!:lachen78:
lg. Spok
.
Markus[LB]
30.11.2007, 00:42
Nur halbrichtig, denn was ist zu machen bei Wassereinbruch durch ein entstandens Leck gehört zum Lernstoff bei SBF-See und wird auch in den einschlägigen Lernbüchern ausführlich beschrieben. Und im Fragenkatalog wird lediglich eine Frage erhoben, wie man sich verhält und wie diue Schuldfrage gelöst wird nach einer Kolision (mit einem anderen Schiff oder Untergrundfelsen).
Also von wegen war kein Thema stimmt nicht, zumindest in einer seriösen Ausbildungstätte.:ka5:
Ferner möchte ich noch dazu bemerken, das es Fehlalarme anBord eines Schiffes nur sehr selten gibt, eher sind es Übungsalarme, so wie ich sie etliche Male auf hoher See schon mitgemacht habe. Und der Verdacht auf einen Fehlalarm ist mir dabei noch nie gekommen, denn zweimal war es sogar ein ernstzunehmender Alarm (1 x Maschinenschaden auf holländischem Schiff, und 1 x Orkanvoralarm mit genauer Einweisung zum Verhalten auf deutschem Schiff, beides auf dem Atlantik weit draußen im Meer).
Hallo Dieter,
hmm beim SBF See hatte ich eigentlich immer den Unterricht geschwänzt, also ich war vielleicht 2-3 mal dabei und habe mich furchtbar gelangweilt. Über Lecks oder sonstwas hatten wir nicht gesprochen... selbst als die Navigation mir zu langweilig war, entschied ich... den Unterricht brauche ich nicht. Ich will ja auch Boot fahren und nicht sinken... :lachen78:
Die Ausbildungstätte trifft keine Schuld, es ist meine Ignoranz... :futschlac
Fehlarlarme habe ich auch noch nicht erlebt... jedenfalls auf keinem Boot (nur an Land). Aber auf größeren Booten bin ich nie unterwegs. Auf einem kleineren Boot hatte ich mal Alarm gegeben, da war es auch ein Maschinenschaden und ich der Kapitän... :ka5:
Gruß Markus
PS: Ich glaub keiner Berechnung, die ich nicht selbst manipuliert habe. :lachen78: Wenn das Boot sich füllt, kann das nicht mit so einem Hokuspokus berechnet werden. Erstens muss die Luft entweichen, zweitens gibt es Strömungswiderstände und drittens können wir keine Aussage treffen, wo das Loch war, wie es aussah und auch nicht welche Form die Kanten hatten... :biere: :biere: :biere:
Erich der Wikinger
30.11.2007, 21:18
Nach wie vor bleibe ich bei meiner Behauptung, dass die Besatzung nicht entsprechend ausgebildet war. Vielleicht hat an der alten Kiste ja auch der
"Alarm" beim Wassereinbruch versagt. Bis dann die Pumpen angelaufen sind, war es zu spät. Oder die Pumpen haben nicht gefunzt.
Leider gibt es so viele Möglichkeiten. Aber selbst im Eiswasser ist es möglich, mit entsprechender Ausrüstung einen Klotz an die Leckstelle zu setzen únd mit einem Holz zu verkeilen. Es muss nicht ganz dicht sein, wenn die Pumpen arbeiten ist das kein Problem.
Wenn aber gar nicht gewollt wird, dass das Schiff "gehalten" wird ?
Die Bismark hatte im 2. Weltkrieg einen Hecktreffer von einem Torpedo abbekommen der ein mehr als 2 qm großes Loch gerissen hatte. Trotzdem ist die noch tagelang geschwommen. Nur weil die Ruderanlage nicht mehr richtig funktionierte, wurde sie schließlich zusammengeschossen.
Sicher ist das Heck keine so exponierte Stelle aber trotzdem.
Gruß Erich
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