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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kompaß / GPS als Kompaß / Denksportaufgabe I


rotbart
30.10.2005, 13:28
Hallo

Hier wurde in dem Thread "Kompaß für Schlauchboot" auch vorgeschlagen ein GPS Handy als Kompaßersatz zu nutzen, hier dazu mal eine Denksportaufgabe:

Folgende Situation
Ein Schlauchboot mit einer Geschwindigkeit von 10kn = ca. 18,5 km/h (durchs Wasser) will von Punkt A nach B
Aus einer (See)Karte habt Ihr einen Kurs von 10 Grad ermittelt.
Nun habt Ihr folgende weitere Informationen:
Mißweisung 2 Grad westlich
Deviation 1 Grad östlich

Zusätzlich habt ihr einen heftigen Westwind und Ihr schätzt die Abdrift auf 4 Grad
Da das ganze auch noch in der Elbmündung passiert habt ihr zusätzlich einen östlichen Gezeitenstrom von 4 Knoten

Fragen :
(A) Wie lautet der Steuerkurs
(B) Wie groß ist die Geschwindikeit über Grund

(C) Welchen Kurs würde das GPS anzeigen (beim Start in Punkt A)

Viel Spaß

attorney
30.10.2005, 22:41
Also Rotbart,

was soll diese unpassende Frage,

wer oder was will das auf einem Schlauchboot alles wissen ?
Navigationsdenksportaufgaben auf nem Schlauchboot machst offensichtlich nur du, wo ich mich frage, wo du denn die Seekarte ausbreitest, die dir bei diesem Westwind dann ohnehin davon flattert.

Wenn ich wissen will, welchen Kurs ich z.B. bei schlechter Sicht steuern muss,
gebe ich in mein GPS-Handy die Zielpunkt auf der dort angezeigten Karte oder die Koordinaten ein und fahre nach derm Handy den angezeigten Kurs wobei die Abdrift gleichzeitig korrigiert wird. , lese meine Geschwindigkeit über Grund ab, lese meine voraussichtliche Ankunftszeit ab und schaue auf der Karte, wo ich gegenwärtig bin. Schaue noch bei Gelegenheit auf dem Handy , in welcher Himmelsrichtung und wann der Mond aufgeht und auf dem Menue Wetter, ob ein rasanter Druckabfall stattfindet und womöglich ein Sturmtief bevorsteht.
Mensch Rotbart, rechnest Du noch oder fährst du schon ?

Servus
Rainer

rotbart
30.10.2005, 22:48
Also Rotbart,

was soll diese unpassende Frage,

Wenn ich wissen will, welchen Kurs ich z.B. bei schlechter Sicht steuern muss,
gebe ich in mein GPS-Handy die Zielpunkt auf der dort angezeigten Karte oder die Koordinaten ein und fahre nach derm Handy den angezeigten Kurs wobei die Abdrift gleichzeitig korrigiert wird. , lese meine Geschwindigkeit über Grund ab, lese meine voraussichtliche Ankunftszeit ab und schaue auf der Karte, wo ich gegenwärtig bin.
Servus
Rainer
Klar und schon sitzt Du auf den Rockies neben dem Kurs, weil Du leider keine Ahnung hast wohin Du überhaupt fährst.

Dein Problem ist das Du keine Ahnung hast WO die FEHLER liegen können, das GPS ist leider kein Allheilmittel - und wenn Du die Aufgabe nochmals GENAU lesen würdest, dann würdest vielleicht sogar Du merken, dass Deine Antwort Unsinn ist.:cognemur:

Das ist die Antwort, die auch ein Halbschuhtourist in den Hochalpen gegeben hätte - nun ich nenne es "natürliche Auslese", denn über kurz oder lang sind solche Mitbürger nicht mehr aktiv.:cognemur:

und nebenbei : ich fahre seit 30.000 Meilen unfallfrei, ich nehme an Du weißt nicht wie weit das ist, da must Du wohl erst dein Handy fragen

hobbycaptain
30.10.2005, 22:53
Klar und schon sitzt Du auf den Rockies neben dem Kurs, weil Du leider keine Ahnung hast wohin Du überhaupt fährst.

Dein Problem ist das Du keine Ahnung hast WO die FEHLER liegen können, das GPS ist leider kein Allheilmittel - und wenn Du die Aufgabe nochmals GENAU lesen würdest, dann würdest vielleicht sogar Du merken, dass Deine Antwort Unsinn ist.:cognemur:

Das ist die Antwort, die auch ein Halbschuhtourist in den Hochalpen gegeben hätte - nun ich nenne es "natürliche Auslese", denn über kurz oder lang sind solche Mitbürger nicht mehr aktiv.:cognemur:

und nebenbei : ich fahre seit 30.000 Meilen unfallfrei, ich nehme an Du weißt nicht wie weit das ist, da must Du wohl erst dein Handy fragen

:chapeau: :chapeau: :chapeau:

bravo, ein echter Rotbart :cognemur:
darf ich mir den ausdrucken und übern Schreibtisch hängen ? aber nur mit Unterschrift :ka5:

Matt_CDN
30.10.2005, 22:59
Ich weis nicht ob ein schlauchboot solche art navigieren ueberhaupt erlaubt ... schliesslich gibts (zumindest in meinem 3.8m) boot kein platz eine karte rauszuholen und kurse einzuzeichnen ...

Ich stimme einem der VP's zu dass man im schlauchi kuestennah mit GPS alleine gut zurecht kommt... Ich fahre ein chartplotter, in welchem fall ich merke wenn ich auf klippen zudrifte.

Wenn die elektronik versagt muss ich nach kompass oder sicht navirgieren .. das geht aber auch nicht mit karte und kursz sondern eher der kueste lang in die richtige himmelsrichtung.

Dumm wirds nur bei nebel.

Matt

P.S.

Solange das GPS funktioniert ist es DAS allheilmittel. Ich weis nicht wie man ausser mit GPS und elektronischer karte noch genauer navigieren koennte.

rotbart
30.10.2005, 23:18
Ich weis nicht ob ein schlauchboot solche art navigieren ueberhaupt erlaubt ... schliesslich gibts (zumindest in meinem 3.8m) boot kein platz eine karte rauszuholen und kurse einzuzeichnen ...

Matt


Hi Matt
Es ging mir nicht um die Art zu navigieren, sondern um auf die Fehler aufmerksam zu machen und in dem Szenario wirst Du mit dem GPS Schiffbruch erleiden.
Nun ist es sicher unnötig, das ein Schlauchi-Skipper Navigation studiert, ABER er soll wenigstens ein Gefühl dafür haben, WO die Fehler liegen können.

Denn nur wenn man weis was falsch sein kann, kann man über die Situation den Überblick behalten.

Matt_CDN
30.10.2005, 23:21
Hi Matt
Es ging mir nicht um die Art zu navigieren, sondern um auf die Fehler aufmerksam zu machen und in dem Szenario wirst Du mit dem GPS Schiffbruch erleiden.


Wieso das? Er faehrt ja seine wegpunkte ab, selbst wenn er drifted passiert nix solange er seine wegpunkte eng genug beinander hat.

Matt

OLKA
30.10.2005, 23:24
Hier wurde in dem Thread "Kompaß für Schlauchboot" auch vorgeschlagen ein GPS Handy als Kompaßersatz zu nutzen, hier dazu mal eine Denksportaufgabe:


Die Aufgabe ist ja nicht für mich, weil ich mein GPS nicht als Kompassersatz benutze, sondern um am Ziel anzukommen :futschlac :futschlac

dann würdest vielleicht sogar Du merken, dass Deine Antwort Unsinn ist

also ich glaube, dass Rainer tatsächlich mit seiner Version am Ziel ankommen könnte :cool: :chapeau: :

Zielpunkt ins GPS eingeben, Blick in die Karte, was ist rechts und links der Linie. GPS auf Go und kurz im Kopf überschlagen, ob Kurs und Distanz stimmen können: so tue ich, und das deckt sich ja faaast mit Rainers Lösung

DieterM
30.10.2005, 23:31
Nein Leute,

das ist nicht richtig. Mit dem GPS werdet Ihr eine Kurve fahren und womöglich einen Felsen schrammen, ein GPS Plotter hilft macht das aber auch noch nicht perfekt. Aber mit dem GPS wird sowas nicht gelöst sondern nur mit Kenntnissen der terrestrischen Navigation. Und die ist Pflicht auch bei einer Prüfung für den SBF See oder einem Motorboot Führerschein für die Küste, bei nicht korrekter Beantwortung gibt das sogar einen dicken Minuspunkt.

Geht nicht auf einem Schlauchboot? Quatsch! Bin selber auf einem 3,80 m ZODIAC in den 80ern etwa 50 km in dichtestem Nebel etwa 3 sm von der südwestlichen Küste Korsikas gut nach Hause gekommen ohne Küstensicht und kam Punktgenau vor Porto Pollo aus der "Suppe" wieder raus. Dazu braucht man eine Seekarte, einen Kompaß (SILVA 70N), einen Karten Kompaß (SILVA 4754), Stück Papier + Bleistift, und ... eine Uhr. Und ich habe am Boden des Schlauchbootes das gemacht.

Die obige sportliche aber einfache Navi-Aufgabe geht davon aus, das das GPS nicht funktioniert, und das kann alleweil passieren.

Ich habe KK 344-345 errechnet. Wer kann es besser??? Der Speed würde unverändert etwa bei 10 kn liegen, und der Anfangskurs auf dem GPS könnte bei 8° liegen.

Roland bitte lasse Dir Zeit, es sollen hier noch ein paar KK Kurse vorgeschlagen werden. Vielleicht habe ich auch falsch gerechnet ... Grinns!

rotbart
30.10.2005, 23:39
Wieso das? Er faehrt ja seine wegpunkte ab, selbst wenn er drifted passiert nix solange er seine wegpunkte eng genug beinander hat.

Matt
Nein,
wie DieterM sagt bei Strom oder Wind-Abdrift fährst Du eine Kurve, nennt man beim Golg "Dogleg" ich veröffentliche eine Zeichnung wenn es noch mehr Wortmeldungen gibt.

OLKA
30.10.2005, 23:41
Ich habe KK 344-345 errechnet. Wer kann es besser???

Roland bitte lasse Dir Zeit, es sollen hier noch ein paar KK Kurse vorgeschlagen werden. Vielleicht habe ich auch falsch gerechnet ... Grinns!

Respekt Dieter, wie hast du denn das berechnet??

Hätte ich nicht geschafft, mir fehlte eine Angabe in der Aufgabe: Wie weit entfernt ist mein Zielpunkt, weil: so weiss ich nicht wie lange ich dem östlichen Gezeitenstrom ausgesetzt bin und könnte dafür keine Kurskorrektur angeben :confused-

Udo
30.10.2005, 23:42
Hi DieterM,
50 KM im Nebel ?:cognemur: :stupid:

Sorry , aber bei so einem Wetter fahre ich nicht mehr mit einem Schlauchboot auf der See.:ka5:
Egal ob GPS , Karte oder Kommpaß bei so einem Wetter gefährde ich mich und andere.
Da bleibt man im Hafen und übernachtet da.

Gruß Udo

rotbart
31.10.2005, 00:04
Respekt Dieter, wie hast du denn das berechnet??

Hätte ich nicht geschafft, mir fehlte eine Angabe in der Aufgabe: Wie weit entfernt ist mein Zielpunkt, weil: so weiss ich nicht wie lange ich dem östlichen Gezeitenstrom ausgesetzt bin und könnte dafür keine Kurskorrektur angeben :confused-
Sorry
aber daruf kommt es nicht an !!!!! Alle notwendigen Angaben sind vorgegeben worden.

rotbart
31.10.2005, 00:05
Hi DieterM,
50 KM im Nebel ?:cognemur: :stupid:

Sorry , aber bei so einem Wetter fahre ich nicht mehr mit einem Schlauchboot auf der See.:ka5:

Gruß Udo
Sollte man auch nicht, aber wenn es Dich draussen überrascht ????????

DieterM
31.10.2005, 00:14
Hi DieterM,
50 KM im Nebel ?:cognemur: :stupid:

Sorry , aber bei so einem Wetter fahre ich nicht mehr mit einem Schlauchboot auf der See.:ka5:
Egal ob GPS , Karte oder Kommpaß bei so einem Wetter gefährde ich mich und andere.
Da bleibt man im Hafen und übernachtet da.

Gruß Udo

Und was machst Du wenn Du tagsüber 50 km südlich von D/CP in eine einsame Bucht an der Küste fährst und Spätnachmittags wieder nach Hause möchtest? Mir so passiert Ende SEP/Anfang OKT im Südwesten von Korsika? Wäre Sturm aufgekommen, dann hätte ich das Boot an Land geholt mit Holzrollen und versucht mir ein Notunterkunft zu bauen. Aber die See war relativ normal bewegt (lange Dünung) und die Nebelbank kam von See total überraschend kurz nachdem ich schon losgefahren war. Nun so war es kein Problem, da ich die terrestrische Navigation von der früheren Hochsee-Segelei gut kenne und meine Boote immer diesbezüglich gut ausgerüstet gewesen sind. Einen GPS Plotter habe ich jetzt erst seit 3 Jahren zusätzlich, aber ich fahre auch heute noch ohne Echolot, habe aber eine Lotstange anBord.

attorney
31.10.2005, 00:25
Nebel kann schlagartig eintreten. Peilen kann ich dann mit dem Kompass auch nicht mehr. Könnte dann zwar mit dem GPS den Standort auf der Seekarte bestimmen und den zu fahrenden Kompasskurs berechnen und danach fahren.
Aber das mit dem Kurvenfahren nach GPS leuchtet mir nicht ein. Ich kann doch auf dem Display sehen, wie ich mich dem Zielpunkt nähere. Fällt das GPS aus und bin ich weiter draussen, brauche ich natürlich den Kompass, um zurück zu finden. Also, einen nautischen Kompass habe ich neben dem GPS sowieso immer dabei und würde ab 3 sm Küstenentfernung auch eine Seekarte mitnehmen, wenn generell mit plötzlichen Wetterumschlägen gerechnet werden kann . Aber solchr Touren würde ich nur mit einem 6m Rib riskieren und da hätte man dann etwas Platz, um eine Karte auszubreiten, vorausgesetzt, Wind und Seegang lassen die Kartenarbeit noch zu.
Die vorschriftsmässige Beleuchtung sollte man dann aber auch mitführen.

Räume insoweit ein, dass das Schlauchbootfahren auch seetüchtige Ribs einschliesst, mit denen man auch bei durchwachsenem Wetter etwas weiter aufs offene Meer hinaus tourt und sich dann die Notsituation einstellen könnte: GPS funktioniert nicht, da vergessen, die Batterien zu wechseln und plötzlicher Wetterumschwung.

So ganz lebensfremd muss die alte Navigation für uns nicht sein.

Gruss
Rainer

rotbart
31.10.2005, 00:32
Aber das mit dem Kurvenfahren nach GPS leuchtet mir nicht ein. Ich kann doch auf dem Display sehen, wie ich mich dem Zielpunkt nähere. Gruss
Rainer
Ich spare kir die Antwort hierzu, werde aber demnächst einen kurzen Artikel über den GPS Dogleg hier posten - solltest Du dann lesen!
Kurzfassung Display und wahrer Kurs sind zwei Dinge!

DieterM
31.10.2005, 00:33
Respekt Dieter, wie hast du denn das berechnet??

... mir fehlte eine Angabe in der Aufgabe: Wie weit entfernt ist mein Zielpunkt, weil: so weiss ich nicht wie lange ich dem östlichen Gezeitenstrom ausgesetzt bin und könnte dafür keine Kurskorrektur angeben :confused-

Die Lösung kommt sicher am Schluß und ist sehr einfach, aber wie ich sagte man muß sich in terrestrischer Navigation auskennen. Das GPS ist nur ein Ortungssystem , wenn auch ein tolles.

Für die Versetzung bei Strom muß Du das SpeedxStrom Dreieck ansetzen um den Winkel zu finden. Da brauchst kein Ziel. Um an ein Ziel zu kommen kannst Du aber auch mit einer Uhr rechnen, wenn Dir die Fahrgeschwindigkeit bekannt ist. So kannst Du auch unterwegs - ohne Sicht - an vorgesehenen Punkten auf der Seekarte den Kurs ändern um z.Bsp. an Felsen vorbei zu kommen.

Roland beginnt jetzt - wie schon vor Wochen anvisiert - mit Navi-Aufgaben um hier bei dem einen oder anderen das Verständnis und Gefühl für die Grundlagen der Navigation zu wecken. Gerade jetzt über den Winter kann damit der eine oder andere davon profitieren und bestimmt was dazu lernen, was die Sicherheit auf dem Wasser erhöhen wird.

Matt_CDN
31.10.2005, 02:12
Nein,
wie DieterM sagt bei Strom oder Wind-Abdrift fährst Du eine Kurve, nennt man beim Golg "Dogleg" ich veröffentliche eine Zeichnung wenn es noch mehr Wortmeldungen gibt.

Mir ist schon klar dass man sich in einem spiralkurs (oder aehnlich) an den zielpunkt bewegt solange man stur der GPS weisung folgt die den kurs aufs ziel angibt.

Nur, so bloed wird hoffentlich niemand sein das nicht zu bemerken...

IMO zeigt mein GPS aber auch den kurs an den ich halten muss um auf einer geraden linie zum ziel zu kommen .. ich werde das noch mal erforschen.

Wie dem auch sei: Solange man genug wegpunkte hat wird das dogleg auch ohne Hirnfunktion vermieden.

Nehmen wir mal an ich treibe irgendwo auf See im nebel. In dem fall bringen mir auch karte und kompas nix. Denn ich weis ich nicht wo ich bin. Auch weis ich nicht wie sehr mich stroemung und wind abtreiben. In dem fall kann ich nur nach Osten fahren (so ich mich denn irgendwo im Pazifik befinde). Auch werde ich meistnes nicht meine geschwindigkeit ermittlen koennen.

Habe ich ein GPS kann ich genau bestimmen wo ich bin, wie stark wind und stroehmung sind und wie ich fahren muss um zum ziel zu kommen.

Matt

P.S.

Ich verlasse mich NIE auf elektronik, aber solange sie funktioniert ist sie papier ueberlegen.

CarstenLT31
31.10.2005, 10:24
Moin,


IMO zeigt mein GPS aber auch den kurs an den ich halten muss
um auf einer geraden linie zum ziel zu kommen ..

Dein GPS zeigt aber nur den Kurs, den Du über Grund zu fahren hast (den rechtweisenden Kurs), nicht die Richtung, in die Dein Bug zeigen muss, um die Abdrift durch Wind, Strömung und Gezeiten auszugleichen.
Wenn Dein Bug in die Richtung zeigt, die Dir das GPS vorgibt, fährst Du den obengenannten Bogen (wo dann hoffentlich keine Untiefen sind).
Lernt mal alles, wenn man den SBF See macht :chapeau: .

Gruß
Carsten

rotbart
31.10.2005, 12:32
Wie dem auch sei: Solange man genug wegpunkte hat wird das dogleg auch ohne Hirnfunktion vermieden.
Ohne Karte keine wegpunkte und dann gibts eben einen dogleg zum nächsten Wegpunkt

Nehmen wir mal an ich treibe irgendwo auf See im nebel. In dem fall bringen mir auch karte und kompas nix. Denn ich weis ich nicht wo ich bin. Auch weis ich nicht wie sehr mich stroemung und wind abtreiben. In dem fall kann ich nur nach Osten fahren (so ich mich denn irgendwo im Pazifik befinde). Auch werde ich meistnes nicht meine geschwindigkeit ermittlen koennen.
(A) Bei Nebel => meist kein Wind also keine Windabdrift
(B) Geschwindigkeit läßt simpel per "Relingslogge" ermitteln (ohne Gerät außer der Uhr)
(C) Wenn Du eine karte hast, wirst Du ja hoffentlich gekoppelt haben und die letzte gekoppelte Position eingezeichnet haben oder ????

Ohne Kompaß und ohne Wegpunkte weist Du im nebel aber nicht wo Osten ist:ka5:

Habe ich ein GPS kann ich genau bestimmen wo ich bin, wie stark wind und stroehmung sind und wie ich fahren muss um zum ziel zu kommen.

Wie denn, wenn Du (siehe oben) das Ziel nicht kennst, das ein GPS den Wind misst ist mir neu:biere:

DieterM
31.10.2005, 12:53
Hallo Freunde,

hier noch ein paar Betrachtungen zu den verschiedenen beinflussenden Faktoren, immer unter dem Gesichtspunkt, das das GPS nicht funzt.

Der Ausgangspunkt A auf der Seekarte muß natürlich bekannt sein, denn wer erst in der Nebelbank anfängt sich zu orientieren ist zu spät dran, da kann er auch mit dem Peilkompaß nichts mehr machen. Hat er ein GPS, dann kann er den Ort bestimmen wo er sich etwa befindet und dann den weiteren Kurs berechnen.

Wind und Strom als auch Wellenschlag können eine Schlauchbootfahrt ganz schön beinflussen. Der Winddruck und die Stromversetzung packen auch ein Schlauchboot ganz schön an und können beachtliche Versetzungen verursachen. Kommt noch seitlicher Wellenschlag (schräg zur Welle fahren) ist eine weitere Versetzung programmiert und es muß vorgehalten werden beim KK (Kompaßkurs). Das spiegelt sich auch in der obigen Aufgabe wieder.

Leute, nur Mut mit einer Kompaßkursberechnung, bitte weitere Meldungen hier!

Das Thema wird durchdiskutiert, bis es jeder verstanden hat einen RWK in einen KK zu berechnen und dann auch mit dem Kompaß umgehen kann. Ist doch so einfach und eine nette Beschäftigung dazu! Keiner muß sich durch die Elektronik entmündigen lassen!

CarstenLT31
31.10.2005, 13:12
Moin,
erstmal als Voraussetzung, ich habe noch keinen Schein, wie man Wind- und Stromversetzung berechnet, hat mir bisher keiner erklärt.
Wenn alles falsch ist, bitte erklärts mir. Mache nämlich demnächst meinen See-Schein. Am 12.11 ist Prüfung :-).

Fange mal so an, hoffentlich setze ich die Vorzeichen MW/Dev. richtig.
Ich rechne von unten nach oben.

MgK 11 Grad;
Dev +1 Grad;
-----------------
mwK 12 Grad;
MW -2 Grad;
-----------------
rwk 10 Grad;

Der Magnetkompasskurs ohne Wind und Strom beträgt 11 Grad.
Westwind 4 Grad dazu: ich kompensiere dies auf 7 Grad Kompasskurs.
Strömung dazu, ich denke mal, dass müsste so gehen (rate ich mal):

4kn
----------
\ ____|
_\____|
__\___| 10kn
__c \__|
____ \_|
_____ \| <-21 Grad?

(blöd hier in ASCII zu malen...rechtwinkliges Dreieck).

c = Wurzel aus 4^2 + 10^2 = 10,66kn.
Der Winkel zwischen Ankathete und Hypothenuse ist 21 Grad (? man reiche mir einen Taschenrechner und die Formelsammlung... ;-) ).

Ich gleiche also meine 7 Grad aus (die 21 Grad wirken östlich) , in dem ich die 21 Grad abziehe und komme auf: 346 Grad.


(A) Wie lautet der Steuerkurs
Kompasskurs also 346 Grad

(B) Wie groß ist die Geschwindikeit über Grund
Bleibt etwas über 10kn. Zu den 10,66 oben muss man noch den Stromversatz rechnen, die aber in die andere Richtung wirken (jaja, kann man auch ausrechnen)

(C) Welchen Kurs würde das GPS anzeigen (beim Start in Punkt A)
Am Startpunkt zeigt das GPS 10 Grad auf B.

Gruß
Carsten

rotbart
31.10.2005, 13:44
Moin,
erstmal als Voraussetzung, ich habe noch keinen Schein, wie man Wind- und Stromversetzung berechnet, hat mir bisher keiner erklärt.
Wenn alles falsch ist, bitte erklärts mir. Mache nämlich demnächst meinen See-Schein. Am 12.11 ist Prüfung :-).

Fange mal so an, hoffentlich setze ich die Vorzeichen MW/Dev. richtig.
Ich rechne von unten nach oben.

MgK 11 Grad;
Dev +1 Grad;
-----------------
mwK 12 Grad;
MW -2 Grad;
-----------------
rwk 10 Grad;

Der Magnetkompasskurs ohne Wind und Strom beträgt 11 Grad.
Westwind 4 Grad dazu: ich kompensiere dies auf 7 Grad Kompasskurs.
Strömung dazu, ich denke mal, dass müsste so gehen (rate ich mal):

4kn
----------
\ ____|
_\____|
__\___| 10kn
__c \__|
____ \_|
_____ \| <-21 Grad?

(blöd hier in ASCII zu malen...rechtwinkliges Dreieck).

c = Wurzel aus 4^2 + 10^2 = 10,66kn.
Der Winkel zwischen Ankathete und Hypothenuse ist 21 Grad (? man reiche mir einen Taschenrechner und die Formelsammlung... ;-) ).

Ich gleiche also meine 7 Grad aus (die 21 Grad wirken östlich) , in dem ich die 21 Grad abziehe und komme auf: 346 Grad.


(A) Wie lautet der Steuerkurs
Kompasskurs also 346 Grad

(B) Wie groß ist die Geschwindikeit über Grund
Bleibt etwas über 10kn. Zu den 10,66 oben muss man noch den Stromversatz rechnen, die aber in die andere Richtung wirken (jaja, kann man auch ausrechnen)

(C) Welchen Kurs würde das GPS anzeigen (beim Start in Punkt A)
Am Startpunkt zeigt das GPS 10 Grad auf B.

Gruß
Carsten
Ergebnis ist alles bestens !!! Nur für die Prüfung eine Anmerkung, es wird das Zeichnen des echten Stromdreiecks erwartet = 10cm in Richtung 7 Grad, dann am Endpunkt 4cm in Richtung 90 Grad und dann die Verbindugslinie = Kursline ohne vorhaltung, den rest kann man dann (in der Prüfung rausmessen)
und ebenfalls für die Prüfung, Du solltest mit der Vorgaben anfangen Kartenkurs bzw. RWK und von Wahren zum Falschen dann mit den umgekehrten Vorzeichen (Prüfer sind manchmal Erbsenzähler)
---------------------------
Nachtrag :
Rechnet man die Strombeschickung nach Formel egeben sich 21 Grad Beschickung und 11,21kn über Grund

CarstenLT31
31.10.2005, 13:48
Ergebnis ist alles bestens !!!

:captain:

Dann kanns ja fast nur noch an meiner Rotgrünblindheit scheitern :-).

Gruß
Carsten

Matt_CDN
31.10.2005, 22:19
Ohne Karte keine wegpunkte und dann gibts eben einen dogleg zum nächsten Wegpunkt



Mein GPS hat eine Karte :) Ausserdem kann ich auch ohne karte wegpunkte zwishcn meiner position und ziel eingeben. Das ist allemal schneller passiert als eine karte ruaszuholen (sofern man so ine karte mithat)


(A) Bei Nebel => meist kein Wind also keine Windabdrift


Glueck gehabt. Und was wenn es doch ein wenig wind und stroemung gibt?



(B) Geschwindigkeit läßt simpel per "Relingslogge" ermitteln (ohne Gerät außer der Uhr)


Nicht nur dass ich nicht weis wie das geht aber ist das auch genau genug?


(C) Wenn Du eine karte hast, wirst Du ja hoffentlich gekoppelt haben und die letzte gekoppelte Position eingezeichnet haben oder ????


Wir reden hier von Kleinschlauchbooten .. Jeder der das macht, bitte mal die Hand heben.... Wir sollten schon die Kirche im Dorf lassen.


Ohne Kompaß und ohne Wegpunkte weist Du im nebel aber nicht wo Osten ist:ka5:


Drum habe ich je nach boot auch 1-2 Komasse dabei ... selbst wenn nicht wird mir das GPS zeigen wo osten ist. Solange ich mich bewegen kann. Kann ich das nicht ist mir auch egal wo osten ist.



Wie denn, wenn Du (siehe oben) das Ziel nicht kennst, das ein GPS den Wind misst ist mir neu:biere:

Stell den motor ab. Das GPS wird dir geschwindigkeit und kurs zeigen. Welcher von stroemung und wind verurscaht wird. Und schwupps. Schon weist du wie stark wind und stroemung sind.


Hier habe ich mir gerade eine methode ausgedacht nur mit GPS ein dogleg zu vermeiden (angenommen der kapitaen ist so bloed dass er nicht genug wegpunkte in sein GPS einzeichnen kann, und auch nicht merkt wie er kurven faehrt ;) )


GPS ON:

Fahre dein wegpunkt/ziel an. Lasse das ruder gerade. Wind und stroemung werden dish in einem gewissen winkel vom ziel abtreiben. Wenn du nun wieder dein ziel anlaufst und den gleichen winkel gegenlenkst solltest du mehr oder weniger aber auf jeden fall gerade genug zum ziel kommen. Dabei die augen offenhalten und mal den track anschauen ob man sich gerade bewegt.

Verstehe mich nicht falsch. Deine methode hat hat je bewiesenerweise sinn. Aber auf einem kleinschlauchboot ist es kaum praktikable und solange man ein GPS hat und es zu verwenden weis kommt man genauso gut zurueck. Doglegs fahrne qualifiziert nicht als ein GPS richtig zu verwenden.

Wenn ich auf einem grossen gewaesser ohne landsicht mit einem groesseren boot runfahre, wuerde ich wohl auch mit deiner methode arbeiten, vom GPS unterstuezt natuerlich ;)

Matt

Rotti
31.10.2005, 22:47
Hi Leute!

Alles in Allem ein recht guter Beitrag und evenso von allen hier gute Antworten ob richtig oder falsch. Ich finde es auf alle Fälle interessant mal so ein Thema - habe ja nur die österr. GebirgsmarineausbilidUNG (hihihi) - DURCHZUKAUEN: Für mich sind viele Dinge dabei die ich ehrlicherweise zugegeben nicht wusste und kannte. Nur weiter so Burschen :chapeau:


LG Mathias

rotbart
01.11.2005, 00:16
Verstehe mich nicht falsch. Deine methode hat hat je bewiesenerweise sinn. Aber auf einem kleinschlauchboot ist es kaum praktikable und solange man ein GPS hat und es zu verwenden weis kommt man genauso gut zurueck. Doglegs fahrne qualifiziert nicht als ein GPS richtig zu verwenden.

Wenn ich auf einem grossen gewaesser ohne landsicht mit einem groesseren boot runfahre, wuerde ich wohl auch mit deiner methode arbeiten, vom GPS unterstuezt natuerlich ;)

Matt
Hi
Du hast natürlich Recht, man muß immer auf die Bootsgröße rücksicht nehmen, aber auch ein Schlauchi Fahrer sollte möglichst viele Möglichkeiten zur Navigation kennen, dann fällt ihm im Notfall (hoffentlich) eine Lösung ein.
Ich gebe ja zu bei mir ist es zusätzlich ein Hobby

Matt_CDN
01.11.2005, 03:06
Hi
Du hast natürlich Recht, man muß immer auf die Bootsgröße rücksicht nehmen, aber auch ein Schlauchi Fahrer sollte möglichst viele Möglichkeiten zur Navigation kennen, dann fällt ihm im Notfall (hoffentlich) eine Lösung ein.
Ich gebe ja zu bei mir ist es zusätzlich ein Hobby

Was haeltst du von meiner methode zum dogleg vermeiden? Muesste eigentlich funktionieren wenn das GPS die relative abweichung vom kurs anzeigt . Werde das bei der nexten fahrt mal probieren.

Matt

rotbart
01.11.2005, 12:00
Was haeltst du von meiner methode zum dogleg vermeiden? Muesste eigentlich funktionieren wenn das GPS die relative abweichung vom kurs anzeigt . Werde das bei der nexten fahrt mal probieren.

Matt
Na ja
schau Dir mal die Zeichnungen an, Du produzierst im Prinzip die mittlere Kurve und je nach dem wie gut nachgeregelt wird

Matt_CDN
02.11.2005, 06:18
Die mittlere kurve ist von leuten die nun wiklich keine ahnung haben und nur stur dem pfeil auf dem GPS nachfahren ;)

Soviel zu der wegpunkt methode...

Wenn du sir aber metode #2 anschaust. D.h. du zielst auf dein ziel, laesst dann das ruder gerade.

Du wirst also einen kurs fahren wie in deinem dritten billd. da dich wind und stroemung abtreibt.

Nun weist du aber wieweit du vom kurs abweichst. Du brauchst dann nur noch einen kurs genauso viel in die andere richtung zu fahren und musstest ans ziel kommen.

Matt

lippi
02.11.2005, 13:26
Hi
also wenn ich auf meinem GPS einen Zielpunkt eingebe und dann goto sage, berechnet das eine gerade linie von meinem derzeitigem Standpunkt dorthin.
jetzt ist die Frage welches display ich verwende: benutze ich den Pfeil der immer aufs ziel zeigt werde ich zweifellos eine Hundekurve fahren, benutze ich aber ein anderes Display was die Abweichung vom gewählten Kurs anzeigt erhalte kann ich relativ genau auf dieser linie fahren, es gibt sogar die option das der optimale kurs für die rückführung auf die gewählte linie angezeigt wird.
Dabei muss man natürlich das GPS ständig im Auge behalten und den Kurs entsprechend korrigieren, das muß man beim Schlauchi aber ja sowieso ständig.
Man muss sich nur mal ein wenig mit dem GPS und den möglichkeiten des jeweiligen gerätes auseinandersetzten. Natürlich ersetzt das nicht die seekarte und den Kompass, man weiss ja nie wann big brother abschaltet, verfäscht oder der Strom ausfällt.
Übrigens kann man beim GPS zwischen dem wahren Nord und dem magnetischen nord umschalten, das ist zu beachten, da man je nach einstellung die Misweisung beachten mus oder nicht.

rotbart
02.11.2005, 13:37
Hi
also wenn ich auf meinem GPS einen Zielpunkt eingebe und dann goto sage, berechnet das eine gerade linie von meinem derzeitigem Standpunkt dorthin.
jetzt ist die Frage welches display ich verwende: benutze ich den Pfeil der immer aufs ziel zeigt werde ich zweifellos eine Hundekurve fahren, benutze ich aber ein anderes Display was die Abweichung vom gewählten Kurs anzeigt erhalte kann ich relativ genau auf dieser linie fahren, es gibt sogar die option das der optimale kurs für die rückführung auf die gewählte linie angezeigt wird.

Sorry das ist der Irrtum. Ohne Computer und Autopilot wirst Du im Zickzack um die Kurslinie fahren !
Natürlich zeigt das GPS den CTE (Cours Track Error an) und schickt Dich zur gedachten Linie zurück, Das Du auf der Linie bist, merkst es dann (meist wenn Du schon auf der anderen Seite daneben bist), schickt Dich wieder auf die Ideallinie und das Speil beginnt von Vorn.
Das GPS kann ja nur mit den Werten rechnen die es hat und das Du von der Linie versetzt wurdest (Wind und Strom) weis es ja nicht, es kann ja auch Unaufmerksamkeit des Rudergängers sein / schlechtes Steuern etc. und sobald du nachlenkst um wieder auf die Linie zu kommen, ändern sich alle Parameter. Es kann nicht funktionieren ohne zusätzlich Informationen und einen Autopilot.

lippi
02.11.2005, 15:25
Da hast Du schon recht, ich werde immer ein wenig um die kurslinie pendeln, aber jetzt mal im Ernst! wir reden hier von einem Schlauchboot!!, nicht von einem Dampfer. erstens kann ich mit dem schlauchboot sowieso nicht so genau Kurs halten, und wenn ich 30m von der linie weg bin sehe ich das schon lange auf dem GPS und kann korrigieren, so genau fährt keiner mit ner Seekarte und Kompass!! Ausserdem sitzt ein Mensch am Steuer, der das gerät beobachtet und so den Kurs annähernd einhält und dann entsprechend reagiert ich glaube das ist effektiver als erst mal mit Seekarte, Bleistift und zirkel unter Deck zu verschwinden und dann im schlingernden boot bei seegang den Kurs zu berechnen und anschließend nach Kompass zu halten. da ist das GPS meiner meinung nach genauer!! jedenfalls merke ich hier wenn ich mich von der gedachten linie entferne. Wenn Du nach Kompass fährst und Wind oder Strömung sich ändern landest Du auch schnell daneben, also musst du auch ständig kontrollieren, und eventuell zwischendurch neu berechnen und dann korrigieren. Beim GPS werden die ersten 2 schritte vom gerät gemacht und das ständig und in echtzeit.
Für ein kleines schlauchboot ist das wohl die einfachste Lösung.
Ach ja, wenn Du nach kompass fährst, wie genau kannst Du denn da den Kurs halten? Du wirst auch immer ein wenig um den Idealkurs pendeln, oder läuft Dein schiff 100% geradeaus in allen lagen ?

rotbart
02.11.2005, 15:39
Da hast Du schon recht, ich werde immer ein wenig um die kurslinie pendeln, aber jetzt mal im Ernst! wir reden hier von einem Schlauchboot!!,

Lippi ---BITTE NICHT-- das ist doch klar, aber das Argument zählt hier NICHT:cognemur:
Worauf es mir ankommt, bei diesen Aufgaben ist auf die möglichen Fehler aufmerksam zu machen. Wenn man sich der möglichen fehler bewußt ist, kann man auch mit Plotter fahren - logisch.
Wenn Du aber NUR knöpfe drücken kannst, ohne das Du auch nur ein Ahnung hast, wo die Probleme begraben liegen - dann kann es schiefgehen.

Und noch eins je mehr Möglichkeiten Du kennst von A nach B zu steuern umso besser wirst Du mit einer kritischen Situation (nacht/nebel) fertig.

Nicht mehr soll das ganze // im Sommer in der Praxis hatte ich auf meinem Tender (Bombard / 10 PS) nur ein fernglas dabei um über Buchten zu fahren.

lippi
02.11.2005, 15:59
Aber da fängt doch das Problem schon an! In deinem Beispiel sprichst Du von einer geschätzten Abdrift , da frage ich mich wer das ohne landsicht schätzen kann, mit dem GPS brauche ich das nicht schätzen, ich habe meine Punkte A und B und bewege mich mit geringen abweichungen auf der linie dazwischen, wenn ich jetzt noch eine Seekarte habe kann ich nachsehen ob irgendwas dazwischen liegt. bei der methode mit Kompass fahre ich theorethich auf der gleichen Linie wenn ich richtig gerechnet habe und keine änderungen in Abdrift und strömung aufkommen, ansonsten bewege ich mich auf einer mir unbekannten linie in etwa auf Punkt B zu die ich ständig durch neue schätzungen, geschwinduigkeitskontrolle etc neu berechnen muß. wenn ich mich verschätze komme ich sonstwo raus.
Klar muß man sich auch bei benutzung von GPS mit der navigation auskennen, sonst kann man in Teufels Küche kommen, aber wenn mans kann vereinfacht es die sache ungemein .
Solange ich gute landsicht habe kann ich auch mit karte ohne weitere hilfsmittel fahren.
nix für ungut, ich benutze mein GPS gerne.

rotbart
02.11.2005, 17:10
Aber da fängt doch das Problem schon an! In deinem Beispiel sprichst Du von einer geschätzten Abdrift , da frage ich mich wer das ohne landsicht schätzen kann,

Solange ich gute landsicht habe kann ich auch mit karte ohne weitere hilfsmittel fahren.
nix für ungut, ich benutze mein GPS gerne.
Du sollst es ja auch gern benutzen.
Stichwort Abdrift : Windabrift ist relativ leicht zu berechnen über die Fläche, die dem Wind ausgesetzt ist.
Stromversetzung => dafür gibt es Stromkarten
==> weder Landsicht noch Schätzung nötig

Das GPS kann die Summe nur messen, wenn du ohne Motor vor dich hin treibest, die Messeung ist sofort falsch, wenn Du den Motor anwirfst.

Deswegen kannst Du trotzdem das GPS nutzen ==> Du sollst Dir nur klar sein, was das kann und was es nicht kann und dann bist noch viel glücklicher mit dem Gerät

DieterM
02.11.2005, 19:59
Da hast Du schon recht, ich werde immer ein wenig um die kurslinie pendeln, aber jetzt mal im Ernst! wir reden hier von einem Schlauchboot!!, nicht von einem Dampfer. erstens kann ich mit dem schlauchboot sowieso nicht so genau Kurs halten, und wenn ich 30m von der linie weg bin sehe ich das schon lange auf dem GPS und kann korrigieren, so genau fährt keiner mit ner Seekarte und Kompass!! Ausserdem sitzt ein Mensch am Steuer, der das gerät beobachtet und so den Kurs annähernd einhält und dann entsprechend reagiert ich glaube das ist effektiver als erst mal mit Seekarte, Bleistift und zirkel unter Deck zu verschwinden und dann im schlingernden boot bei seegang den Kurs zu berechnen und anschließend nach Kompass zu halten. da ist das GPS meiner meinung nach genauer!! jedenfalls merke ich hier wenn ich mich von der gedachten linie entferne. Wenn Du nach Kompass fährst und Wind oder Strömung sich ändern landest Du auch schnell daneben, also musst du auch ständig kontrollieren, und eventuell zwischendurch neu berechnen und dann korrigieren. Beim GPS werden die ersten 2 schritte vom gerät gemacht und das ständig und in echtzeit.
Für ein kleines schlauchboot ist das wohl die einfachste Lösung.
Ach ja, wenn Du nach kompass fährst, wie genau kannst Du denn da den Kurs halten? Du wirst auch immer ein wenig um den Idealkurs pendeln, oder läuft Dein schiff 100% geradeaus in allen lagen ?

Hallo Thomas,

Du bist schon recht nahe an etlichen Sachen dran, trotzdem sind mehere Denkfehler drin, weil Dir die Kenntnisse der Navigationsgrundlage fehlen.

1. Ein Schlauchboot kann auch größere Strecken fahren und das machen auch viele im Urlaub.
2. Auch mit einem Schlauchboot kannst Du weitgehend genau Kurs halten wie mit einem anderenBoot genauso, vielleicht mit Pinne etwas schlechter. Ein Kompaßkurs wird in der Praxis immer bei Pendlerausschlägen bis zu 10 Grad nach jeder Seite verlaufen.
3. Mit einer Seekarte und einen Kompaß kannst Du verdammt genau fahren, genauer als mit einem GPS, Vorraussetzung ist natürlich die Berechnung des KK, insbesondere wenn Du wie o.a. geführt Wind und Stromversetzung berücksichtigen mußt. Und sowas hast Du in den Seegebieten im Norden sogar haarig viel, auch in den Lagunengebieten um Venedig durch die Tidenströme, aber auch im kroatischen ADRIA-Meer. Ein GPS kann nur Orten, derweil mit einem GPS-Plotter schon etwas mehr genmacht werden kann, jedoch ist bei Wind und Strom der Ausgangskurs A nach B bei einem GPS-Plotter erstmal schon ganz falsch. Ganz einfach, weil das GPS gerät Wind und Strom nicht ermessen kann. Deswegen fährst Du auch eine Hundekurve, und schrammst ev. über Felsen die neben Deinem Kurs von A nach B über Grund liegen könnten.
4. ein Steuermann, der nur auf das GPS schielt ist irgendwo arm dran. Aus meiner Erfahrung beobachtet man wohl auch das GPS insbesondere einen GPS-Plotter, aber ansonsten den vorberechneten KK am Kompaß um Kurs zu halten, insbesondere wenn die Sicht auf Land, wo man sich einen Punkt merken könnte, langsam ganz verschwindet durch Dunst z.Bsp.. Das GPS kann Dir aber nur Standort Positionen geben, diese aber auch sehr genau. Aber diese müßtest Du laufend in die Seekarte umrechnen um den Standort zu überprüfen, denn die Positionsangaben sagen sonst nichts aus. Beim GPS-Plotter hättest Du die Position gleich auf der Seekarte im Display und könntest den Kurs korrigieren, aber der GPS-Plotter führt Dich einfach nicht geradlienig über Grund von A nach B, das stellte ich überraschend letztes Jahr auf der Lagunenfahrt fest, wo ich meine terrestrische Navigation mit Seekarte und Kompaß auf dem GPS-Plotter verfolgte ud mich teilweise von dem GPS führen ließ. Beides hat Vor- aber auch Nachteile.
5. Du liegst vollkommen richtig, ein gefahrener KK ist nicht mehr genau wenn sich Wind und Strömung verändern. Dann wird es höchste Zeit für den Skipper diesen neu zu berechnen oder auch für den erfahrenen Skiperr diesen zu ändern.

Schau Thomas, dieses Spiel hier soll das Gefühl für terrestrische Navigation vertiefen und damit die Sicherheit auf dem Wasser, denn GPS ist leider nicht alles. Ich habe weiter oben den KK, den ein GPS anzeigt bei der obige Aufgabe mit 8° für den Kompaß berechnet. Der richtige KK bei der Abfahrt bei A hätte aber bei 344°-345° liegen müssen, also wärst Du auch mit Deinem GPS garantiert in die falsche Richtung erstmal gefahren. Verstehst Du jetzt warum wir von einer Hundekurve sprechen? Frage, warum zeigt Dir das GPS einen KK mit 8° Grad von Punkt A nach B an??? Die Antwort findest Du oben in der Aufgabenstellung, wenn Du nochmal genau nachliest.

Matt_CDN
02.11.2005, 23:01
Ich frage mich warum mein vorschlag wie man mit GPS gerade ans ziel kommt ignoriert wird?

Scheint mir so dass es funktioniert und die seekarte und lineal zu den akten legt :chapeau:

Matt

DieterM
02.11.2005, 23:42
Nein Matt,

stimmt nicht. Selbst bei der beruflichen Seefahrt sind Seekarte und Lineal nach wie vor Pflicht, und dazu gehört auch noch die Führung des Logbuches. Die Elektronik ist dort nach wie vor zugelassenes Hilfsmittel.

Und wenn Du Deine GARMIN Elektronik anwirfst, wirst Du auch aufgefordert Dein I agree zu bestätigen, das Du Dich nicht nur auf diese Elektronik verlassen wirst bzw. total eigenverantwortlich es nur benutzen darfst.

Und Matt, bitte, wir wollen hier das Wissen um die terrestrische Navigation auffrischen und damit das Bootfahren sicherer machen. Dazu kommen auch einige Bootsmanöver um die Seemannschaft zu unterstützen. GPS-Aufgaben kommen ein anderes Mal dran. Dann kannst Du dort glänzen mit Knöpfchendrücken um ans Ziel zu kommen.

Also gehe davon aus, Dein GPS funzt nicht und Du mußt Dir anders behelfen. Versuche Deine KK oder den o.a. geforderten KK mal zu berechnen. Bei einer Bootsführerscheinprüfung für Seefahrt muß Du es können, sonst gibt es einen dicken Minuspunkt.

hobbycaptain
02.11.2005, 23:42
Matt,
ärger Dich, lass den zweien ihre Plattform :ka5: .

rotbart
03.11.2005, 00:07
Ich frage mich warum mein vorschlag wie man mit GPS gerade ans ziel kommt ignoriert wird?

Scheint mir so dass es funktioniert und die seekarte und lineal zu den akten legt :chapeau:

Matt
Hi Matt
wird doch garnicht - ich schrieb doch, dass ich dabei bin es zu überprüfen - sei doch nicht so ungeduldig - ab und zu muß ich auch noch Geld verdiehnen, aber ich melde mich

rotbart
03.11.2005, 00:09
Matt,
ärger Dich, lass den zweien ihre Plattform :ka5: .
Blödsinn -- jeder vernünftige Einwand wird diskutiert - mit reinen Stänkereien à la Braunau geben wir uns allerdings nicht ab.
Ende der Diskussion mit diesem Combatanten

hobbycaptain
03.11.2005, 01:08
Blödsinn -- jeder vernünftige Einwand wird diskutiert - mit reinen Stänkereien à la Braunau geben wir uns allerdings nicht ab.
Ende der Diskussion mit diesem Combatanten

Rotb....,
wenn Du mit Wahrheiten nicht zurecht kommst, dann lass es, kannst ja mit DieterM Deine Weisheiten auch über PN diskutieren, ob öffentlich oder per PN ist mir wurscht.
Nur, lass ein für allemal so Beleidigungen wie Ösis, irgendeinen Pisa-Scheiss, Anspielungen auf den berühmtesten Österreicher, der zwar in Braunau geboren wurde, aber den erst die Deutschen groß werden liessen (sonst wär er in Österreich im Männerheim gelandet :lachen78: ) oder sonst irgendwelche Beleidigungen bleiben.
Genügen Dir die Verwarnungen nicht ?
Irgendwann kommt immer wieder der richtige Rotbart, der einfach ein Besserwisser und Streithansl ist, zum Vorschein :schlaumei .
Dixi :sleep_2:

DieterM
03.11.2005, 01:18
????? ich dachte es geht hier um terr. Navigation?:gruebel:

Ujevic
03.11.2005, 01:41
Ich bitte dringend um Sachlichkeit.

(Immerhin habe ich mir heute einen Kompaß gekauft.:sleep_2: )

hobbycaptain
03.11.2005, 09:52
so ist es , manche diskutieren ernsthaft über steckzirkel und riesenkarten und abweichungen im promillebereich und navigation für die großschifffahrt am schlauchboot, und das ganze vielleicht auch noch in der nacht, und manch einem geht die ganze diskussion auf den s.... . kann eh jeder mittun oder es bleiben lassen, ganz wie er will.
nur beleidigungen sollten nicht vorkommen, kommen von einem bestimmten user aber immer wieder. und wenn man dann was schreibt, dann kommt der warnruf - beim thema bleiben.
dieterm - ermahn lieber deinen freund, über den du deine schützende hand hältst, nicht den/diejenigen, die beleidigungen anprangern.

OLKA
03.11.2005, 11:20
Modfunktion ein: :cognemur:

:sportschi :sportschi :sportschi
@ Ferdi und Rotbart: Schade, dass die Diskussion am Thema vorbeigeht. Tragt eure Unstimmigkeiten bitt untereinander privat aus. Das will hier keiner lesen.

Ferdi, wenn dich das Thema nicht interessiert, dann lese es doch einfach nicht, und vor allem: dann schreibe dazu nix.

Rotbart, es können nicht alle deiner Meinung sein. Wenn also Kritik kommt, dann Antworte bitte nicht mit Beleidigungen wie z.B "Blödsinn" etc..

:Modfunktion aus

Ich persönlich finde diese "Denksportaufgaben" gut. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass ich auf meinem Schlauch mit Seekarte und Komass navigieren muss, aber gut, jeder wie er mag. Und beruhigend ist es allemal zu wissen, wie es geht ( Für mich) :ka5:

hobbycaptain
03.11.2005, 12:32
Modfunktion ein: :cognemur:

:sportschi :sportschi :sportschi
@ Ferdi und Rotbart: Schade, dass die Diskussion am Thema vorbeigeht. Tragt eure Unstimmigkeiten bitt untereinander privat aus. Das will hier keiner lesen.

Ferdi, wenn dich das Thema nicht interessiert, dann lese es doch einfach nicht, und vor allem: dann schreibe dazu nix.

Rotbart, es können nicht alle deiner Meinung sein. Wenn also Kritik kommt, dann Antworte bitte nicht mit Beleidigungen wie z.B "Blödsinn" etc..

:Modfunktion aus

Ich persönlich finde diese "Denksportaufgaben" gut. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass ich auf meinem Schlauch mit Seekarte und Komass navigieren muss, aber gut, jeder wie er mag. Und beruhigend ist es allemal zu wissen, wie es geht ( Für mich) :ka5:

Olaf, ich schreib eh nix mehr dazu, gehört ja wirklich nicht hierher und zum Thema - nur, glaubst wirklich, dass ich mit so Leuten per PN verkehre ?
Ich hab wirklich was besseres zu tun. Glaubt vielleicht irgendjemand, dass man persönliche Animositäten per PN lösen kann ?

Und jetzt zurück zum Thema, für alle, die's interessiert.

lippi
03.11.2005, 13:53
@Rotbart
Ich verstehe schon das es hier um die Grundlagen der Navigation geht, hierzu gehört aber nun mal die entsprechende erfahrung z.b um die Abdrift abzuschätzen etc. Die habe ich nicht. Wenn ich mit meinem Schlauchi mit Pinnensteuerung fahre , dann tue ich das normalerweise auf Sicht. Wenn ich dabei in die Situation komme das die Sicht nicht mehr vorhanden ist ( Nebel, Dunkelheit etc) dann muss ich mir anders helfen. Dafür ist das GPS erstmal optimal (wasserfest, unabhängig vom Magnetismus im Boot, klein, einfach zu handhaben). wenn ich dazu noch eine Seekarte habe dann ist es noch besser.
Ich generiere mir eine Linie zwischen A und B auf dem GPS, checke die Seekarte ob auf dieser Linie irgendwelche Hindernisse sind und dann bewege ichmich auf dieser Linie entlang, und es kann mir völlig egal sein wie die Abdrift oder Strömung ist, da ich das ja sofort ausgleiche, deswegen werde ich auch nicht auf ein Riff laufen.
Wenn ich mir mit der Herkömmlichen Methode einen Kompasskurs errechne, und es mit Strömungen aus verscheidenen Richtungen oder unterschiedlicher Stärke zu tuen habe, muss ich entweder mehrere verschiedene Kurse nacheinader steuern oder ich bewege mich nicht auf einer geraden, und kann meinen tatsächlichen Kurs auf der Seekarte nicht genau nachvollziehen sondern nur die Endpunkte.
Vor allem kann ich mit der GPS Navigation Fehler sofort korrigieren, da ich meinen Standort direkt ablesen kann, was mach Ihr denn wenn ihr bei der herkömmlichen navigation mal nen Fehler gemacht habt? Also in der Wüste kann man dann noch in den eigenen Spuren zurückfahren (wenn nicht grad Sandsturm ist) aber auf dem wasser ohne Landsicht?
Also gerade für unerfahrene Leute ist das GPS eine Super Lösung! Man darf sich natürlich nicht ausschließlich drauf verlassen, ich würde niemals nur auf GPS gestützt Strecken fahren in denen ich den Küstenbereich (Landsicht) verlasse.
Aber wie schon gesagt, ich spreche von einem 4m Schlauchi und nicht von einer Yacht, daher kommt das eh nicht in frage.

Ujevic
03.11.2005, 14:11
Liebe Rubberdogs!
Das Thema hat z.Z. immerhin 526 "Hits". Das zeigt, das an diesem Thema Interesse vorhanden ist.

Wenn lebhaft und schnörkellos diskutiert wird: prima!
Bewertungen etc. lassen sich unaufgeregt formulieren, z.B. mit "unrichtig", "töricht", "nicht (ganz) nachvollziehbar", "unverständlich", " ist sich ...(der Gefahr etc.) nicht bewußt" usw. usw.:liebegrue

meint Ujevic

rotbart
03.11.2005, 15:34
@Rotbart

Also gerade für unerfahrene Leute ist das GPS eine Super Lösung! Man darf sich natürlich nicht ausschließlich drauf verlassen, ich würde niemals nur auf GPS gestützt Strecken fahren in denen ich den Küstenbereich (Landsicht) verlasse.

Lippi - Danke
diese Einsicht ist es, die man haben sollte und um nun allen Klar zu machen, das GPS kein Wundermittel ist, sollen diese Denksportaufgaben sein und darüber hinaus auch noch ein paar neue Idee / Know How vermitteln.

Abdrift, hier wurde es schon geschrieben, ich glaube von Matt_CN, mach' Deinen Motor aus, guck auf GPS es zeigt dir die Gesamtabdrift (Wind +Strömung + Seegang), weil es deine Fahrt über Grund misst

rotbart
03.11.2005, 15:39
GPS ON:

Fahre dein wegpunkt/ziel an. Lasse das ruder gerade. Wind und stroemung werden dish in einem gewissen winkel vom ziel abtreiben. Wenn du nun wieder dein ziel anlaufst und den gleichen winkel gegenlenkst solltest du mehr oder weniger aber auf jeden fall gerade genug zum ziel kommen. Dabei die augen offenhalten und mal den track anschauen ob man sich gerade bewegt.

Matt
Du müsstest zuerst mal zur alten Kurslinie zurück (per CTE z.B.), dann den beim abdrehen gemessenen Winkel vorhalten. Bischen Koprechnen könnte aber klappen - ich probier das mal mit dem GW auf 'ner großen Wiese und ein Stöcken als "Betonnung" :-)

DieterM
03.11.2005, 17:22
@Rotbart
Ich verstehe schon das es hier um die Grundlagen der Navigation geht, hierzu gehört aber nun mal die entsprechende erfahrung z.b um die Abdrift abzuschätzen etc. Die habe ich nicht. Wenn ich mit meinem Schlauchi mit Pinnensteuerung fahre , dann tue ich das normalerweise auf Sicht. ...

...

Richtig Thomas, das machen wir ja auch alle meistens so. Und auf D/ZAPCAT mit vielleicht auch noch Pinnensteuerung (?) Kurs halten und vielleicht auch noch auf den Kompaß schielen gleichzeitig wäre ein echter Leistungsvolltreffer. Insofern volles Verständnis für Deine Einwände.

Erst wenn Du anfängst Touren zu fahren und nicht nur in einer Bucht rumzukurven, die Du ja auch noch dazu wie Deine Hosentasche kennst, erst dann kommt die Navigation auf den Tisch. Damit sind wir wieder bei der Anfangsaufgabe. Du beginnst die Tour.

Aber das GPS funzt plötzlich nicht mehr, es hatte gerade noch den Anfangskurs von 8° angezeigt, siehe o.a., daher möchte ich meine Frage wiederholen, warum zeigt Dir das GPS einen KK mit 8° Grad von Punkt A nach B an und nicht den RWK (Rechtsweisenden Kurs) von 10° laut Seekarte??? und nicht gleich den errechneten KK von 344° von A nach B? Eigentlich müßte durch die vielen abers und wenns die Antwort jetzt klar sein, oder doch noch nicht?

Wer sich mit dem Thema beschäftigt und reindenkt in die einzelnen Kommentare dazu, erweitert sein Verständnis für Navigation. Bitte daher auch weitere Fragen, wem es nicht klar ist.

CarstenLT31
04.11.2005, 10:42
warum zeigt Dir das GPS einen KK mit 8° Grad von Punkt A nach B an und nicht den RWK (Rechtsweisenden Kurs) von 10° laut Seekarte???


Moin Dieter,
das wollte ich auch schon die ganze Zeit fragen, ich hatte ja "10 Grad" als GPS-Anzeige von A Richtung B geschrieben.
Das GPS zeigt doch den rwK über Grund, also den Kartenkurs an, und der ist 10 Grad. Wieso zeigt Deins 8 Grad?
Es sein denn, Du hast Dein GPS statt auf rechtweisend Nord auf missweisend Nord konfiguriert (geht das überhaupt - meins hat jedenfalls keinen Magnetkompass eingebaut?).

Gruß
Carsten

rotbart
04.11.2005, 12:39
Moin Dieter,
das wollte ich auch schon die ganze Zeit fragen, ich hatte ja "10 Grad" als GPS-Anzeige von A Richtung B geschrieben.
Das GPS zeigt doch den rwK über Grund, also den Kartenkurs an, und der ist 10 Grad. Wieso zeigt Deins 8 Grad?
Es sein denn, Du hast Dein GPS statt auf rechtweisend Nord auf missweisend Nord konfiguriert (geht das überhaupt - meins hat jedenfalls keinen Magnetkompass eingebaut?).

Gruß
Carsten
Hi
es gibt zwei Arten von Mißweisung, die globale MW, die liegt fest (bzw ist berechenbar) und ein GPS kann aus Datum und Standort diese globale MW berücksichtigen.

Es gibt lokale MW hervorgerufen z.B. durch Erzadern, die kann ein GPS nicht berücksichtigen, zu diesen lokalen wollte ich schon seit einer Woche eine Karte von Korsika einstellen, aber es gilt das gleiche wie bei Deiner Frage zum anlegen - z.Zt. nix scanner

lippi
04.11.2005, 13:07

was hat die lokale Misweisung denn jetzt damit zu tuen? wenn mein GPS richtig konfiguriert ist (rechtweisend Nord) sollte es 10° anzeigen.
Falls jemand der Meinung ist das das nicht stimmt bitte ich um eine ausfürliche erklärung!!

rotbart
04.11.2005, 13:25

was hat die lokale Misweisung denn jetzt damit zu tuen? wenn mein GPS richtig konfiguriert ist (rechtweisend Nord) sollte es 10° anzeigen.
Falls jemand der Meinung ist das das nicht stimmt bitte ich um eine ausfürliche erklärung!!

Sorry für die scheinbar zu kurze Erklärung :

Wenn dein GPS richtig konfiguriert ist kann es sowohl den rechtweisenden Kurs angeben , als auch den Mißweisenden je nach dem wie es eingestellt ist.

Was es nicht kann ist die Kompaßablenkung einzurechnen - logisch ist ja unbekannt und (b) loakle Störungen der Mißweisung angeben oder einberechnen und diese können beträchtlich sein

lippi
04.11.2005, 14:31
@ Rotbart
genau, und da es diese Mißweisungen nicht mitberechnet, wird es exact 10° anzeigen, da es sich für irgendwelche lokalen oder globalen magnetischen phänomene nicht interressiert, sondern von magnetismus völlig unabhängig ist.
Also was jetzt, gibts noch ne erklärung warum es was anderes als 10° anzeigen könnte oder bin ich zu blöd? dann bitte nochmal ausführlich erklären, bis jetzt hast Du mich nicht überzeugt.

DieterM
04.11.2005, 14:46
Nun, Du brauchst ja den KK der dann auch an dem GPS Kompaß oder dem magnetischen Kompaß angezeigt würde. Ist ein GPS richtig programmiert, und wurde auch die richtige Seekarten geladen (Bei GARMIN den BluechartChip oder die Bluechart CD-Aufladung) dann berücksichtigt es meines Wissens auch den Kurs bereits mit der örtlichen beschickten Missweisung. Das wäre in der obigen Aufgabe 2° Missweisung westlich also im Minus auf der Kompaßrose effektiv, jedoch in der Umrechnung von RW muß das Vorzeichen umgekehrt werden, daher 2° von10° abgezogen werden, ergibt 8° KK.

CarstenLT31
04.11.2005, 14:55
ergibt 8° KK.

Das der KK 8° ergibt, ist ja klar, aber es geht ums GPS:

Ich muss zugeben, dass ich hier auch was nicht kapier. Reden wir aneinander vorbei?
Klar mag bei einigen besseren GPS'n die MW programmierbar sein. Aber warum sollte man das? Rechtweisend entspricht der Karte und ist korrekter. Und dann zeigt das GPS 10° an.

Gruß
Carsten

rotbart
04.11.2005, 15:23
Das der KK 8° ergibt, ist ja klar, aber es geht ums GPS:

Ich muss zugeben, dass ich hier auch was nicht kapier. Reden wir aneinander vorbei?
Klar mag bei einigen besseren GPS'n die MW programmierbar sein. Aber warum sollte man das? Rechtweisend entspricht der Karte und ist korrekter. Und dann zeigt das GPS 10° an.

Gruß
Carsten
@Carsten @Lippi @ Dieter
Ihr redet aneinander vorbei nochmals, due brauchst den Kurs von A nach B der ist laut Karte 10° - das ist da sind wir uns alle einig der rechtweisende Kurs !!!
Diesen Kurs errechnet auch das GPS und zeigt ihn an !
ABER
Willst Du nun nach dem an Bord befindlichen Kompaß fahren, brauchst Du nicht den rechtweisenden Kurs (rwK), sondern den mißweisenden Kurs(mwK), diesen kann dir das GPS freundlicher Weise auch sagen, da es die Mißweisung errechnen kann. Damit sind wir dann bei den 8° die der Dieter angab.
Wenn Du OHNE Kompaß nur nach GPS fährst ist es eigentlich egal ob Dir das GPS rwK oder mwK ausgibt, zum Vergleich mit der Karte wäre aber rwK (=10°) bequemer.
Jetzt klarer ????

lippi
04.11.2005, 15:36
Jo,
jetz ist alles klar! Warum so kompliziert, wenn ich meinen Kurs mit GPS bestimme, benutze ich das GPS auch als Kompass (solange ich mich in irgendeiner Richtung bewege geht das ja) , warum sollte ich da erst wieder kompliziert mit misweisung und ablenkung rechen?
Habe auf meinem Rib übrigens die Ablenkung des Magnetkompass mit Hilfe von mehreren Messfahrten mit GPS bestimmt und dann korrigiert.

rotbart
04.11.2005, 16:18
Jo,

Habe auf meinem Rib übrigens die Ablenkung des Magnetkompass mit Hilfe von mehreren Messfahrten mit GPS bestimmt und dann korrigiert.
Wie denn bitte und hast Du von 10 zu 10 Grad gemessen:angel-smi

Matt_CDN
04.11.2005, 22:40
Hier mal ein argument das der "Mit GPS faehrt man Kurven" Theorie den Rest gibt :titanic: . Ist mir leider erst gestern eingefallen...

Ein GPS wird in 99.9% aller faelle ein "Bearing" und "Heading" anzeigen. leider weis ich die deutschen begriffe nicht. Aber bearing ist wo man hinschaut und heading ist wo man hinfaehert.

Um nun bei wind und stroemung von der derzeitigen position zu punkt B zu kommen. Tut man folgendes:

1. Wegpunkt setzten (punkt A). Punkt B als ziel ins GPS eingegeben.
2. So steuern dass das Headinng aufs ziel zeigt.
3. Man wird eine gerade linie aufs ziel fahren. Das Bearing (sicht) wird natuerlich, wie gewollt, woanders hin zeigen.

Fertig.

Die meisten GPS geben einem noch allerlei andere anzeigen und hilfsmittel wir tracks und entfernung vom kurs etc.

Fuer die GPS navigation koennen einem saemtliche magentischen abweichungen egal sein. Einfacher ists auch. Das GPS kann halt aber auch keine gedanken lesen und man wird sich die muehe machen muessen einen wegpunkt einzugeben und der richtigen anzeige nachzufahren.

Ich will hier nicht die kartennavigation schlecht machen aber in unseren zeiten ist es fuer den hobbyfahrer ausreichend als notfallmassnahme.

Ich verwende GPS schon seit ca 6 jahren und hatte noch nie einen ausfall. D.h. nicht dass es nie passiert, und ich habe daher 2 GPS dabei und ersatzbatterien und antennen. Der einzige GPS ausfall hatte ich als ich es ueber bord geworfen habe.

Ich habe auch immer 2 komasse dabei. Und zu meiner bestuerzung ist einer der beiden (teures produkt) kaputt gegangen...

Es ist leider auch nicht so dass mechanische geraete immer funktionieren.


Matt

P.S.

Ich finde es eine gute idee das siche jeder ueber die manuelle navigation im klaren ist sowie ueber die probleme des navigierens aber die aussage dass man mit GPS kurven faehr ist schlichtweg 100% falsch.

rotbart
04.11.2005, 23:51
Hier mal ein argument das der "Mit GPS faehrt man Kurven" Theorie den Rest gibt :titanic: . Ist mir leider erst gestern eingefallen...

Ein GPS wird in 99.9% aller faelle ein "Bearing" und "Heading" anzeigen. leider weis ich die deutschen begriffe nicht. Aber bearing ist wo man hinschaut und heading ist wo man hinfaehert.

Um nun bei wind und stroemung von der derzeitigen position zu punkt B zu kommen. Tut man folgendes:

1. Wegpunkt setzten (punkt A). Punkt B als ziel ins GPS eingegeben.
2. So steuern dass das Headinng aufs ziel zeigt.
3. Man wird eine gerade linie aufs ziel fahren. Das Bearing (sicht) wird natuerlich, wie gewollt, woanders hin zeigen.


SORRY -NO
Bearing = Peilung = die Peilung von der momentanen Position zum Wegpunkt (Ziel)
Heading = momentaner Kurs
Klar wenn Bearing = Heading kommst Du zum Ziel, nur wie ? Bei Wind und Strom wird sich das nämlich ständig verändern !

Kannst Du sehen, wenn Du den CTE Cross Track Error benutzt, damit kannst Du einen "Kurskorridor" definieren und das GPS schlägt Alarm wenn Du den verlässt, dann zeigt es auch an, wie du wieder in den Krridor kommst.

lippi
07.11.2005, 10:25
@Rotbart
nee ich habs nicht alle 10° gemacht, nur alle 45, das war für meine Verhältnisse ausreichend, normal fahre ich sowieso nach GPS, und der kompass ist nur als Nothilfsmittel angebracht gewesen, dafür war das ausreichend (ja ja ich weiss, für vernünftige Navigation nicht, aber um die Küste wiederzufinden sollte es reichen.
@ Matt
da muss ich Rotbart recht geben, wenn du nach heading / bearing fährst machst Du genau die Hundekurve die wir ja vermeiden wollen. es sei denn Du schaffst es von punkt A an den Wert für bearing immer exact auf dem gleichen Wert zu halten, dann bewegst Du dich auf einer geraden auf A zu.
Einfacher ist die methode mit der linie im plotter display oder das Display das bei meinem GPS Highway genannt wird.

Matt_CDN
07.11.2005, 22:49
muss mir das nochmal anschauen ... mein GPS hat jedenfalls ein anzeiger der immer so zeigt wie man fahren muss. Es ist auch geschwindigkeitsabhaengig .. werds da nochmal reinforschen

Matt