Zitat:
Zitat von dori
a) dass keinAntifouling drauf ist, denn dahinter verbergen manche Gelcoatschäden und Reparaturen am Rumpf.
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Wenn das AF nur durch Anschleifen des Gelcoats aufgebracht werden kann, wird spätestens dadurch das Gelcoat beschädigt - aufrauen der Oberfläche und damit einhergehend größere "Angriffsfläche" für die Wassermoleküle. Trotzdem sollte man ein AF nicht "verdammen", denn es kann für den einen oder anderen von Nutzen sein (Wasserlieger). Es gibt auch AF, welche ohne Anschleifen aufgebracht werden können.
Schäden am Rumpf sind nach einer fachmännischen Reparatur nicht mehr augenscheinlich erkennbar. Das Problem ist, jemanden zu finden, welcher diese Arbeit beherrscht. Händler mit Schwerpunkt "Verkauf" sind da nicht immer die optimalen Ansprechpartner - auch nicht für "kleine" Schäden. Gröbere Schäden kann man bei der Werft reparieren lassen, was aus meiner Sicht das Thema Schaden relativiert. Auch wenn erfolgte Reparaturen belegt werden können (Rechnungen, Fotos). Will man als Käufer ein gewisses (höheres) Maß an Sicherheit haben, wird man um einen Sachverständigen nicht umhinkommen - vorausgesetzt dieser hat wiederum die Erfahrung und Gerätschaft Schäden/Reparaturen zu erkennen/fest zu stellen. 100 %-ige Sicherheit gibt es aber auch dabei nicht.
Ein Gebrauchtkauf, egal welche Ware, ist und bleibt ein Kauf mit einem Restrisiko. Je älter die Ware, desto höher das Risiko. Bei einem Boot, welches noch keine 5 Jahre hinter sich hat, der Zustand vielversprechend und die Dokumente (Rechnungen) vollständig sind, kann das Restrisiko sehr minimal sein. Weniger als 5 Jahre auch deswegen, da man es da noch Vollkasko auf Wiederbeschaffungswert versichern kann.