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  #1  
Alt 13.06.2022, 11:14
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Trollingmotor als Notmotor - PWM oder Schaltstufen?

Hallo zusammen,

ich habe mich davon überzeugen lassen, dass paddeln bei einem Motorausfall alleine keine Lösung ist. Deshalb möchte ich mir einen Trollingmotor als Paddelersatz zulegen.

Mein Revier ist die Elbe und die Seen in Brandenburg und Mecklenburg. Deshalb denke ich, dass bei meinem 4,2m Böötchen ein Motor mit 54lbs ausreichend sein sollte. Mit seinen ca. 55A (Einschaltstrom) bei höchster Stufe möchte ich einen 50Ah LiFePo Akku nutzen, da dieser vom Platz und Gewicht sparsam ist und in dieser Konfiguration knapp 1h Vollgas aushalten sollte. Das reicht auch auf der Elbe stromab aus, bei Halbgas sicher an einer mit dem Auto erreichbaren Stelle an Land zu kommen.

Jetzt zu meiner Frage: Ich schwanke zwischen einem Rhino VX50 ECO, einem Rhino VX54 und dem Rhino DX55. Letzterer ist durch die PWM-Steuerung bei Halbgas sparsamer, kostet aber auch 140,-€ mehr, als der ECO. Seht Ihr in meinem Anwendungsfall (oder in denkbaren späteren) einen Sinn im digital gesteuerten Motor bzw. gibt es hier schon Erfahrungen?

Vielen Dank

Thomas
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  #2  
Alt 13.06.2022, 12:07
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Ich finde 140 Euro mehr ist es nicht wert, da bekommst du schon einen zweiten Noname Elektro-Motor, wenn der 140 Euro mehr kosten sollte. Und Achtung die Batterieanzeige muss für Lifepo4 anders sein, ist sie nicht Umschaltbar oder einstellbar für Lifepo4 oder Blei, stimmt sie nicht. Für die 140 Euro mehr würde ich einen Lifepo4-Akku mit mehr Kapazität kaufen.

Und die Rhino die kleineren mit 55lbs hab ich nicht mal Brushless gefunden, kauf dir den neuen Haswing Protruar 1.0 Brushless der verbraucht viel weniger durch die fehlenden Bürsten, Bürstenmotoren sind veraltert.

Mein Haswing hat ein Metallbracket, und Metallgehäuse und Metallfinne, und ist Salzwasserbeständig!

Den kannst du dir um 319 Euro schicken lassen.
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Ich bin jetzt in einem Alter, in dem dir der Körper am nächsten Tag ganz leise ins Ohr flüstert: mach das nie, nie wieder.







Liebe Grüsse
Andreas

Geändert von Visus1.0 (13.06.2022 um 12:22 Uhr)
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  #3  
Alt 13.06.2022, 12:14
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Andy der Elbflorentiner
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Hallo Thomas,

leider habe ich meinen Haswing Protruar 1 noch nicht an meinen T38 testen können. Habe es mir aber für die nächste Zeit mal vorgenommen.

Gut, Du hast das Ganze nur für den Notfall in Planung, aber wenn Du beim Akku Wert auf Gewicht legst, warum beim Motor nicht auch? Der Haswing wiegt nur 6kg und hat 65lbs. Als bürstenloser Motor ist er auch sparsamer als einer mit Stufen.

Warum nahezu jeder beim Gedanken an Elektromotoren an Vollgas denkt, weiß der Teufel. Wer das mal wirklich getestet hat weiß, dass ab einer bestimmten Geschwindigkeit der Dreh am Gasgriff nichts oder kaum mehr was bringt. Du verfeuerst dann nur noch sinnlos Strom. Der Unterschied liegt dann vielleicht bei noch einem halben km/h.

Mit meinem Haswing (Maximalverbrauch 52A) bin ich am besten mit 18A, also rund ein Drittel Gas, unterwegs gewesen (Elbaufwärts, Strecke mit 60Ah Akku reichlich 10km). Elbabwärts reichten nur 6A zu, um gut voranzukommen. Das war allerdings mit einem über 5m langen Faltboot. Ich bin deshalb selbst gespannt, wie sich mein Honwave mit dem Haswing schlägt.
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Viele Grüße
Andy

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Mesosati (13.06.2022)
  #4  
Alt 13.06.2022, 12:22
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Zitat von Visus1.0 Beitrag anzeigen
Ich finde 140 Euro mehr ist es nicht wert, da bekommst du schon einen zweiten Noname Elektro-Motor, wenn der 140 Euro mehr kosten sollte. Und Achtung die Batterieanzeige muss für Lifepo4 anders sein, ist sie nicht Umschaltbar oder einstellbar für Lifepo4 oder Blei, stimmt sie nicht. Für die 140 Euro mehr würde ich einen Lifepo4-Akku mit mehr Kapazität kaufen.
Auf die Anzeige habe ich mich nie verlassen, weil ich die zu ungenau empfand. Ein einfaches Display für die Spannung reicht m. E. völlig aus. Die Spannung geht mit zunehmender Entladung zurück und man bekommt sehr schnell ein Gefühl dafür, wenn man den Akku runtergefahren hat. Außerdem empfehle ich jedem, der nicht gerade einen Torqeedo mit Bordcomputer hat, eine einfache Stromzange für wenig Geld um den Pluspol zu hängen. So kann man mit Hilfe der GPS- Geschwindigkeit schnell herausfinden, bei welcher Geschwindigkeit man noch wirtschaftlich unterwegs ist.
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Andy

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  #5  
Alt 13.06.2022, 12:26
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Andy ich hab den 5.0 und fahr mit der kleinstmöglichen Stromeinstellung mit dem 360er Schlauchboot mit 6A 4.5 Kmh. Mit dem 850kg Boot bei voller Stufe 8.5 kmh.
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  #6  
Alt 13.06.2022, 12:31
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Zitat von Andymax Beitrag anzeigen

Gut, Du hast das Ganze nur für den Notfall in Planung, aber wenn Du beim Akku Wert auf Gewicht legst, warum beim Motor nicht auch? Der Haswing wiegt nur 6kg und hat 65lbs. Als bürstenloser Motor ist er auch sparsamer als einer mit Stufen.
Den hatte ich gar nicht auf dem Schirm, da ich ursprünglich nicht so viel Geld ausgeben wollte. Aber ein guter Tipp, da zusätzlich zur digitalen Steuerung aus noch brushless.

Zitat:
Zitat von Andymax Beitrag anzeigen
Warum nahezu jeder beim Gedanken an Elektromotoren an Vollgas denkt, weiß der Teufel. Wer das mal wirklich getestet hat weiß, dass ab einer bestimmten Geschwindigkeit der Dreh am Gasgriff nichts oder kaum mehr was bringt. Du verfeuerst dann nur noch sinnlos Strom. Der Unterschied liegt dann vielleicht bei noch einem halben km/h.
Vollgas ist für mich der worst case, also genau dann, wenn ich zwischen zwei Berufsfahrern in der Fahrrinne stecke ; Wahrscheinlichkeit eher gering. Das Streckenfahren stromabwärts mit Halb- / Teilgas ist da schon wahrscheinlicher, deshalb der 50Ah Akku. Ein größerer Akku ist dann schon wieder recht preisintensiv, scheidet für mich deshalb aus.


Zitat:
Zitat von Andymax Beitrag anzeigen
Mit meinem Haswing (Maximalverbrauch 52A) bin ich am besten mit 18A, also rund ein Drittel Gas, unterwegs gewesen (Elbaufwärts, Strecke mit 60Ah Akku reichlich 10km).
Stromaufwärts sehe ich bei meinen "Standardfahrten" nicht. Bei Magdeburg gibt es insgesamt 3 Engstellen, in denen schon eine ordentliche Strömung herrscht. Ich denke nicht, dass es hier mit dem kleinen Trollingmotor etwas wird. Deshalb bleibt es wahrscheinlich realistischer bei der Talfahrt.
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  #7  
Alt 13.06.2022, 13:11
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Zitat von Visus1.0 Beitrag anzeigen
Andy ich hab den 5.0 und fahr mit der kleinstmöglichen Stromeinstellung mit dem 360er Schlauchboot mit 6A 4.5 Kmh. Mit dem 850kg Boot bei voller Stufe 8.5 kmh.
Das Gewicht spielt wohl im Verdrängerbereich weniger eine Rolle.

Meine Erfahrungen beruhen bisher alle auf Fahrten auf der Elbe. Ich bin selbst gespannt, wie es auf einem Gewässer ohne Strömung ausfällt und vor allem mit dem T38t.

Ich habe mir vorgenommen, den Haswing mal mitzunehmen und einmal auf der Elbe mit Strömung ein einmal in einem ruhigem Bereich ohne Strömung zu testen. Auf jeden Fall stelle ich danach alle Daten hier ins Forum. Auch weil ja nicht selten hier solche Fragen gestellt werden.
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  #8  
Alt 13.06.2022, 13:16
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  #9  
Alt 13.06.2022, 13:21
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Zitat von Mesosati Beitrag anzeigen
Stromaufwärts sehe ich bei meinen "Standardfahrten" nicht. Bei Magdeburg gibt es insgesamt 3 Engstellen, in denen schon eine ordentliche Strömung herrscht. Ich denke nicht, dass es hier mit dem kleinen Trollingmotor etwas wird. Deshalb bleibt es wahrscheinlich realistischer bei der Talfahrt.
Das kann ich nachempfinden, weil es sich mit den alten Elbbrücken in Dresden ebenso verhält. Da drängt sich der Fluss durch die Brückenpfeiler. Durch die Albertbrücke blieben stromauf bei Vollgas noch ca. 1km/h, wenn überhaupt, von sonst etwa 3km/h übrig. Ich fürchte, wo das relativ leicht laufende und über 5m lange Faltboot gerade so noch durchgerutschte ist, würde ich wohl mit dem Schlauchboot hoffnungslos hängen bleiben.
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  #10  
Alt 13.06.2022, 13:31
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Ach den meintest Du mit 5.0. Das hatte ich jetzt nicht gleich mitgeschnitten.

Genau so hab ich es auch wieder vor.

Hätte ich die Technik nicht schon hier rumliegen, würde ich bei einem elektrischen Neuanfang mindestens auf 24V- Technik setzen. Die Verluste sind einfach geringer und auch die Querschnitte der Leitungen können niedriger ausfallen.

Danke Dir für das Video.
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  #11  
Alt 13.06.2022, 13:34
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Ach und was ich noch anmerken möchte, es zählt ja am Ende die Leistung in Watt. Und 6A ergeben ja bei 24V gegenüber 12V die doppelte Leistung in Watt.
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  #12  
Alt 13.06.2022, 14:39
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Den kannst du dir um 319 Euro schicken lassen.
Leider kostet der Protuar 1.0 derzeit 378,-€ . Oder hast Du eine gute Bezugsquelle, die ich nicht gefunden habe?
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  #13  
Alt 13.06.2022, 15:01
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Ich hab mit den Motor aus Tschechien schicken lassen, Porto waren 20 Euro, kam in 3 Tagen, netter Herr auf Englisch, hat gut funktioniert.

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Mesosati (13.06.2022)
  #14  
Alt 13.06.2022, 22:37
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Zitat von Visus1.0 Beitrag anzeigen
Ich hab mit den Motor aus Tschechien schicken lassen, Porto waren 20 Euro, kam in 3 Tagen, netter Herr auf Englisch, hat gut funktioniert.
Vielen Dank für den guten Tipp!
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  #15  
Alt 19.06.2022, 21:35
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